Kosten für Privatkonten klaffen stark auseinander
Das Privatkonto ist in der Schweiz fest im Alltag verankert. Löhne und Renten werden überwiesen, Rechnungen und Einkäufe bezahlt und Bargeld wird bezogen. Dabei klaffen die Kosten immer noch stark auseinander.

Der Vergleichsdienst Moneyland hat in einer Studie vom Donnerstag insgesamt 34 Schweizer Banken miteinander verglichen und dabei die Kosten für die Nutzung eines Privatkontos ausschliesslich in der Schweiz als auch in der Schweiz und im Ausland untersucht. Zudem wurde zwischen bargeldloser Zahlung und konsequenter Nutzung der Debit-Karte sowie reinem Bargeld-Bezug über den Bancomaten unterschieden.
Die jährliche Kostenspanne ist im Ergebnis erstaunlich gross. Klar zeigt sich, dass die konsequente Nutzung der Debit-Karte ohne Bargeldbezug am Bancomaten bei mehr Banken kostenlos angeboten wird als Zahlungen mit Bargeld-Bezug. Wird ausschliesslich in der Schweiz mit Debit-Karte gezahlt, fallen bei 14 Instituten keine Kosten an. Darunter sind beispielsweise Privatkonten der ZKB und anderer Kantonalbanken, der Migros Bank, aber auch Smartphone-Banken wie Alpian oder Neon.
Im Mittelfeld mit Kosten zwischen 12 Franken (Thurgauer KB) und 98 Franken (Genfer KB) rangieren weitere Kantonalbanken sowie beispielsweise Raiffeisen oder Postfinance. Dreistellig wird es nur beim Privatkonto der Basellandschaftlichen KB (100 Franken) und der UBS (144 Franken).
Nutzt der Kartenzahler seine Debitkarte zudem im Ausland, bleiben noch 8 Anbieter ohne Gebühren übrig. Darunter die Berner Kantonalbank, Valiant, Yuh oder Swissquote. Ansonsten variieren die Kosten zwischen 20 Franken (Acrevis) bis hin zu 204 Franken (UBS Privatkonto).
Sobald die Nutzer Bargeld am Bancomaten beziehen wollen, steigen die Kosten klar an. Mit der Bank Avera bietet lediglich ein Institut und auch nur bei der ausschliesslichen Nutzung innerhalb der Schweiz das passende Privatkonto kostenlos an. Ansonsten starten die Kosten bei 15,20 (Yuh) und können bis auf 180 Franken (UBS) steigen, rechnet Moneyland vor.
Bei einer kombinierten Nutzung in der Schweiz und im Ausland bietet Valiant mit 48 Franken das günstigste Modell an. Nur 10 Anbieter bleiben mit den Kosten unter 100 Franken, 24 liegen entsprechend darüber – die Spitze mit 240 Franken markiert erneut die UBS.
Als Berechnungsgrundlage hat Moneyland 60 Bargeldbezüge pro Jahr veranschlagt, davon 30 bei der Hausbank. Im kombinierten Profil mit In- und Auslandsnutzung kamen noch 12 Auslandsabhebungen hinzu.






