Konsumentenschutz prangert versteckte Skiticket-Preiserhöhungen an

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    Bern,

    In der Schweiz setzen zahlreiche Skigebiete beim Verkauf von Skitickets auf ein dynamisches Preissystem. Diese Modelle seien intransparent und würden oft dazu genutzt, um verdeckt die Preise zu erhöhen, kritisiert die Stiftung Konsumentenschutz.

    Bei dynamischen Preismodellen in Skigebieten können die Preise für Skitickets in die Höhe steigen, wenn viele Leute auf den Skipisten erwartet werden. (Archivbild)
    Bei dynamischen Preismodellen in Skigebieten können die Preise für Skitickets in die Höhe steigen, wenn viele Leute auf den Skipisten erwartet werden. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

    Einmal im Jahr nimmt der Konsumentenschutz die Preismodelle von elf Skigebieten von Arosa Lenzerheide über Engelberg Titlis, Gstaad bis Zermatt unter die Lupe. Fünf davon hätten keine Angaben zu der Preisobergrenze gemacht, hält die Stiftung am Freitag in einer Mitteilung fest.

    Zu den Gebieten ohne transparente Preisobergrenze zählen laut der Analyse Chäserrugg, Engadin St. Moritz, Engelberg Titlis, Flims Laax und Zermatt. Oft müssten dort an Spitzentagen überteuerte Preise bezahlt werden, was vor allem Familien belaste, die nicht unter der Woche auf die Pisten gehen können, so die Stiftung.

    Bei dynamischen Preismodellen sind die Preise für Skitickets variabel. In der Regel kosten sie weniger, je früher sie gebucht werden oder je geringer die Nachfrage an einem Tag ist. Auf der anderen Seite steigen die Preise in die Höhe, etwa wenn viele Leute auf den Skipisten erwartet werden.

    Das Problem der Transparenz hatte die Stiftung bereits bei früheren Gelegenheiten kritisiert. In der Kritik stehen auch sogenannte verdeckte Preiserhöhungen. So hätten Gstaad (+20 auf 69 Franken), Crans-Montana (+20 auf 59 Franken) und Belalp (+17 auf 68 Franken) die Minimalpreise im Vergleich zur letzten Saison massiv erhöht.

    Positiv aufgefallen sei das Gebiet Arosa Lenzerheide, wo der Minimalpreis um einen Franken auf tiefe 28 Franken gesenkt wurde. Und Flims Laax senkte diesen um 6 auf 53 Franken. Auf der Gegenseite hoben die Aletsch Arena (+2 auf 83 Franken) und Belalp (+3 auf 74 Franken) die deklarierten Maximalpreise leicht an.

    Bei zahlreichen Skigebieten bewegen sich die Minimalpreise für ein Tagesticket bei um die 50 Franken. Ob und wie viele Tickets überhaupt zu den tiefsten Tarifen angeboten werden, bleibe aber unklar, so der Konsumentenschutz weiter.

    «Dynamische Preise dürfen nicht dazu führen, dass Konsumentinnen und Konsumenten systematisch überteuerte Preise zahlen müssen und sie Preisentwicklungen sowie Kaufbedingungen nicht nachvollziehen können», sagt die Geschäftsleiterin der Stiftung, Sara Stalder. Minimal- und Maximalpreise müssten offengelegt werden, damit sie vergleichbar seien.

    Auch brauche es in Gebieten mit flexiblen Preisen faire Rückerstattungsbedingungen ohne zusätzliche kostenpflichtige Versicherung. Die Aletsch Arena, Chäserrugg, Crans-Montana, Engadin St. Moritz, Gstaad oder Zermatt bieten weder nach einem Unfall oder bei Krankheit noch bei eingeschränktem Skibetrieb eine Rückerstattung oder einen Umtausch der Tickets an.

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    Kommentare

    User #4301 (nicht angemeldet)

    ÄRGERT EUCH NICHT. WEM ES NICHT PASS SOLL ES SO MACHEN WIE ICH. NICHT MEHR SKIFAHREN ODER NUR NOCH SEHR SELTEN.

    User #4016 (nicht angemeldet)

    Es ist die Umschichtung des Wetterrisikos auf den Kunden. Die ersten begannen vor 10 Jahren. Schön dass der Konsumentenschutz das jetzt auch noch bemerkt. Der Tiefschlaf scheint überwunden.

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