Schweizer Wirtschaft zeigt trotz leichtem Rückgang im KOF-Konjunkturbarometer Stärke.
Schweizer Konjunktur
Auch wenn der Gegenwind für die Schweizer Konjunktur leicht zugenommen habe, blieben die insgesamt positiven Konjunktursignale erhalten. (Archivild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das Umfeld für die Schweizer Wirtschaft präsentiert sich nach wie vor positiv. Zwar ist das KOF-Konjunkturbarometer im Februar nach drei Monaten mit Zuwächsen zurückgegangen, der Indikator liegt aber immer noch auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau.

Das Barometer des ETH-Konjunkturforschungsinstituts KOF sank im Berichtsmonat im Vergleich zum nach oben revidierten Wert vom Januar um 0,9 Punkte auf 101,6 Punkte. Dank des Anstiegs in den zurückliegenden Monaten habe es sich aber in einem überdurchschnittlichen Bereich festgesetzt, teilte die KOF am Donnerstag mit.

Mit den 101,6 Punkten entwickelte sich das Barometer in etwa so, wie es Ökonomen erwartet hatten. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Experten hatten für den Februar Werte zwischen 100,5 bis 102,0 Punkten prognostiziert.

Aussichten bleiben insgesamt positiv

Auch wenn der Gegenwind für die Schweizer Konjunktur leicht zugenommen habe, blieben die insgesamt positiven Konjunktursignale erhalten, schrieb die KOF weiter. Aufgehellt hätten sich im Februar etwa die Aussichten für das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe.

Auf der Gegenseite trübten sich laut KOF die Aussichten für die Finanz- und Versicherungsdienstleister, das Gastgewerbe, den Wirtschaftsbereich übrige Dienstleistungen sowie generell für das Auslandsgeschäft ein. Die Perspektiven für den privaten Konsum in der Schweiz seien nach wie vor stabil, so die Mitteilung.

Im Produzierenden Gewerbe (Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe) entwickelten sich im KOF-Barometer die Indikatoren für die Fertigwarenlager, die Auftragslage und die Zahl der Beschäftigten positiv. Dämpfend wirkten sich derweil nur die Indikatoren für die Vorproduktesituation sowie ganz leicht auch jene für die Ertragsentwicklung aus.

Industriezweige mit unterschiedlichen Aussichten

Im Verarbeitenden Gewerbe stechen laut dem Februar-Barometer der Bereich Holz, Glas, Steine und Erden, die Metallindustrie und mit Abstrichen der Maschinenbau positiv hervor. Demgegenüber müssten die Hersteller von Papier und Druckerzeugnissen, die Nahrungs- und Genussmittelproduzenten sowie der Elektrobereich demnächst wohl etwas zurückstecken, hiess es.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

Dienstleistungen