Jungheinrich schliesst 2027 Gabelstapler-Produktion in Lüneburg
Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich stoppt die Produktion in Lüneburg bis Ende März 2027 nach monatelangem Arbeitskampf und Sozialplan-Verhandlungen.

Der Hamburger Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich wird die Produktion in seinem Werk Lüneburg bis Ende März 2027 einstellen. Dies meldet die Deutsche Presse-Agentur.
Zwischen Jungheinrich und der IG Metall wurde ein Interessenausgleich geschlossen. Dieser wurde durch einen Sozialplan und einen Sozialtarifvertrag für die Mitarbeiter vor Ort ergänzt.
Die Entscheidung betrifft am Standort Lüneburg laut «T-online» rund 160 Arbeitsplätze in der Fertigung. 125 Stellen in Konstruktion und Verwaltung sollen erhalten bleiben.
Arbeitskampf und Sozialmassnahmen beim Gabelstapler-Hersteller
Die IG Metall bezeichnete die geplante Schliessung als Fehler. Sie verwies darauf, dass die Fertigung profitabel sei und die Entscheidung Teil einer strategischen Neuausrichtung sei.
Die Produktion stand in den mehr als 80 Tagen Streik immer wieder still. Eine Mehrheit der Beschäftigten votierte laut «Logistra» für einen unbefristeten Arbeitskampf.
Die Transfergesellschaft soll den Übergang der Betroffenen in eine neue Beschäftigung erleichtern, heisst es von Gewerkschaftsseite.
Globale Sparmassnahmen und Produktionsverlagerung
Jungheinrich hatte im vergangenen Sommer laut «T-online» ein globales Sparprogramm mit Abbau von rund 1000 Stellen weltweit bekannt gegeben.
Vor diesem Hintergrund entstand der Plan, die Fertigung in Lüneburg zu beenden. Die Produktion soll anderswo konzentriert werden, hiess es in Unterstützungskreisen.
Die betroffene Produktion umfasst laut «Wiwo» unter anderem Spezial- und Kleinserien von Hubwagen. Diese Sondergeräte wurden bislang in Lüneburg gefertigt.
Historie, Sozialplan und Konzernstrategie bei Jungheinrich
Das Werk war 1989 errichtet worden und hatte lange Zeit Sonderbauten für anspruchsvolle Lagerlösungen produziert.

Die IG Metall und Betriebsrat begrüssen den Sozialplan laut «Wiwo» als bedeutend, kritisieren aber weiterhin die strategische Entscheidung des Konzerns.
Mit dem Abbau will Jungheinrich seine Kostenstruktur verbessern und sich an veränderte Marktbedingungen anpassen, ohne detaillierte eigene Prognosen zu geben.











