Iran Konflikt lässt Ölpreise weiter sinken
Der Iran Konflikt belastet den Ölmarkt weiterhin, doch diplomatische Hoffnungen und steigende saudische Exporte drücken die Preise.

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn erneut gefallen, obwohl die Lage im Nahen Osten weiterhin erhebliche Versorgungsrisiken birgt. Brent verbilligte sich zeitweise deutlich, während auch der Preis für US-Rohöl WTI weiter nachgab.
Gleichzeitig reagieren europäische Aktienmärkte positiv auf die Aussicht einer diplomatischen Entspannung im Iran Konflikt. Laut «Investing.com» legten der FTSE 100, der DAX und der CAC 40 am Montagvormittag deutlich zu.
Die Hoffnung auf neue Gespräche trifft jedoch auf eine weiterhin angespannte Sicherheitslage in der Region. Vermittler arbeiten an einer Wiederaufnahme der Gespräche, während zugleich neue militärische Spannungen gemeldet werden.
Iran bleibt wichtiger Unsicherheitsfaktor
Neben den diplomatischen Signalen beeinflusst vor allem die tatsächliche Verfügbarkeit von Rohöl den weiteren Preisverlauf. Saudi-Arabien kann seine Ausfuhren inzwischen wieder erhöhen und damit einen Teil der bestehenden Lieferunsicherheiten abfedern.
Die saudischen Exporte stiegen im September auf mehr als vier Millionen Barrel täglich und liegen damit deutlich über August. «Finanzen100» verweist dabei auf Kpler-Daten, wonach Saudi-Arabien im August lediglich rund 2,4 Millionen Barrel täglich exportierte.
Diese Entwicklung sorgt für zusätzliches Angebot und nimmt dem Markt einen Teil seiner bisherigen Knappheitssorgen. Gleichzeitig bleiben Angriffe auf saudische Infrastruktur ein Risiko, das jederzeit neue Belastungen für die Lieferketten auslösen könnte.
Ölversorgung verlagert sich
Saudi-Arabien reagiert auf die beschädigte Ost-West-Pipeline mit einer stärkeren Nutzung alternativer Transportwege. Ein Teil der Exporte wird deshalb über die strategisch wichtige Strasse von Hormus abgewickelt.

Nach Angaben von «Vietnam.vn» stieg der saudische Öltransit durch Hormus zuletzt auf durchschnittlich 2,9 Millionen Barrel täglich. Im August waren dort noch ungefähr 700'000 Barrel pro Tag registriert worden.
Damit verschieben sich die Transportströme, während die Versorgung insgesamt vergleichsweise stabil bleibt. Entscheidend für die weitere Preisentwicklung bleiben deshalb sowohl diplomatische Fortschritte im Iran Konflikt als auch mögliche neue Angriffe.












