Verfahren um Signa-Investor Benko wird teilweise neu aufgerollt
In Österreich wird am Dienstag der erste Prozess gegen den Ex-Milliardär René Benko teilweise neu aufgerollt. Der 49 Jahre alte Gründer des Immobilien- und Handelsimperiums Signa steht wegen des Verdachts der Schädigung seiner Gläubiger vor dem Landesgericht Innsbruck. In einem ersten Prozess in dieser Frage war Benko 2025 zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) bestätigte den damaligen Schuldspruch in einem Teilaspekt der Anklage. Ein anderer Aspekt, für den der Investor freigesprochen worden war, wurde aber an das Landesgericht zurückverwiesen. Damit muss das Gericht nun auch die Höhe einer Gesamtstrafe neu festlegen.
Konkret geht es am Dienstag um den Verdacht, dass Benko eine Mietkostenvorauszahlung für seinen Wohnsitz in Höhe von 360'000 Euro geleistet hat. Laut Anklage hat er diesen Schritt angesichts seines absehbaren Konkurses als Einzelunternehmer unternommen – und somit seine Gläubiger geschädigt. Für das Delikt drohen ein bis zehn Jahre Haft. Ein Urteil bereits am Dienstag gilt als wahrscheinlich.
Benko, der alle Vorwürfe bestreitet, sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Er hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz. Gegen ihn und andere Signa-Manager wird in mehreren weiteren Strängen ermittelt.










