Gemeinderat definiert strategische Ausrichtung der ARA

Gemeinde Neuheim
Gemeinde Neuheim

Region Zug,

Der Gemeinderat Neuheim hat entschieden, die zukünftige Abwasserentsorgung strategisch auf einen Anschluss an die ARA Schönau der GVRZ auszurichten.

Abwasser Reinigung ARA Schweiz
Eine Abwasserreinigungsanlage. (Symbolbild) - Depositphotos

Wie die Gemeinde Neuheim mitteilt, hat der Gemeinderat nach umfassender Prüfung und Beratung verschiedener technischer, finanzieller und gesetzlicher Grundlagen entschieden, die zukünftige Abwasserentsorgung strategisch auf einen Anschluss an die ARA Schönau des Gewässerschutzverbandes der Region Zugersee (GVRZ) auszurichten.

Zur Diskussion: Weiterbetrieb ARA Tal oder Anschluss an ARA Schönau

Die Gemeinde Neuheim betreibt mit der ARA Tal heute eine eigene Abwasserreinigungsanlage. In den vergangenen Jahren wurden zwei Varianten vertieft geprüft: der langfristige Weiterbetrieb der ARA Tal sowie ein Anschluss an die regionale ARA Schönau des GVRZ.

Die aktuellen Untersuchungen zeigen, dass ein Weiterbetrieb der ARA Tal grundsätzlich möglich wäre. Gleichzeitig weisen die Studien jedoch auf verschiedene technische, betriebliche und gesetzliche Herausforderungen hin.

Dazu gehören unter anderem die zunehmende Alterung der Anlage, fehlende Redundanzen sowie die künftig verschärften Anforderungen im Gewässerschutz.Gemäss den vorliegenden Grundlagen würde der langfristige Werterhalt der ARA Tal Investitionen von rund 2,7 Millionen Franken erfordern.

Die Anschlussvariante an den GVRZ weist zwar deutlich höhere Anfangsinvestitionen von rund 9,5 Millionen Franken aus, die langfristigen Gesamtkosten bis 2050 bewegen sich jedoch in einer vergleichbaren Grössenordnung.

Weitere Abklärungen erfolgen

Gemeindepräsident Daniel Schillig sagt: «Der Entscheid ist ein strategischer Grundsatzentscheid mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte. Es geht darum, die Abwasserentsorgung langfristig sicher, gesetzeskonform und wirtschaftlich tragbar aufzustellen.»

Weiter hält er fest: «Die heutige ARA Tal leistet weiterhin gute Arbeit. Gleichzeitig zeigen die Studien klar, dass die langfristigen Anforderungen an kleinere Anlagen deutlich steigen werden.»

Der Gemeinderat betont, dass mit dem Grundsatzentscheid noch kein Bauentscheid verbunden ist. In den kommenden Monaten sollen nun weitere Abklärungen erfolgen – insbesondere zu möglichen Beiträgen von Bund und Kanton, zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde Baar sowie zu den konkreten Rahmenbedingungen eines Anschlusses an den GVRZ.

Die Bevölkerung wird zu gegebener Zeit umfassend informiert und in die weiteren politischen Entscheide einbezogen.

Strategische Stossrichtung für die weitere Planung steht

Gemeinderat Marcel Güttinger ergänzt: «Uns ist wichtig, dass frühzeitig transparent informiert wird. Gleichzeitig stehen wir noch am Anfang eines mehrjährigen Prozesses, in welchem zahlreiche technische, finanzielle und rechtliche Fragen weiter vertieft werden müssen.»

Mit dem Entscheid legt der Gemeinderat die strategische Stossrichtung für die weitere Planung fest. Die nächsten Schritte umfassen nun vertiefte technische, finanzielle und organisatorische Abklärungen.

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