Neue Höchststände der Frauen an der Spitze grosser Schweizer Firmen gehen aus einem Report hervor. Weibliche Führungskräfte sind demnach auf dem Vormarsch.
Höchststände Frauenquote
Neue Höchststände bei Frauen in Führungspositionen. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Frauenanteil in Geschäftsleitung und Verwaltungsrat ist auf einem neuen Höchststand.
  • Mit fünf und bald acht weiblichen CEOs ist auch auf dieser Position ein Zuwachs erkennbar.

Frauen an der Spitze eines Unternehmens sind selten – aber immer häufiger. Das geht aus dem jüngsten Report des Headhunters Guido Schilling hervor. Demnach stieg der weibliche Anteil in den Geschäftsleitungen der 100 grössten Arbeitgeber von zehn auf dreizehn Prozent. Neue Höchststände wurden erreicht.

Schillingreport Höchststände
Die Schweiz verzeichnet Höchststände des Frauenanteils in den Geschäftsleitungen. - zVg

«Hält diese Dynamik an», meint Schilling, «dürfte der gesetzlich festgelegte Geschlechterrichtwert bis Ende 2030 erreicht werden. Er entspricht 20 Prozent Frauen in den Geschäftsleitungen. Gefordert sind klar die 42 Prozent der Unternehmen, die noch keine Frau an der Unternehmensspitze haben.»

Der öffentliche Sektor in Vorreiterrolle

Eine Vorreiterrolle nehme nach Schilling der öffentliche Sektor ein. Dort stieg der Frauenanteil im Topkader auf 21 Prozent, nach 20 und 18 Prozent in den beiden Vorjahren. Ausserdem haben Bund und Kantone für fast ein Drittel der Vakanzen eine Frau berufen.

Höchststände im Verwaltungsrat

Mit 24 Prozent erreichte der Frauenanteil auch in den Verwaltungsräten einen neuen Höchststand. Mehr als jeder dritte vakante Sitz wurde mit einer Frau besetzt. Am stärksten legten die Unternehmen mit 3 oder 4 Verwaltungsrätinnen zu: Deren Anteil verdoppelte sich in den letzten 4 Jahren von 16 auf satte 32 Prozent.

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Die Frauenquote wächst sowohl in der Geschäftsleitung als auch im Verwaltungsrat. - Pixabay

«Wie bereits 2017 prognostiziert, wird der Geschlechterrichtwert im Verwaltungsrat per Ende 2025 problemlos erreicht werden», resümiert Schilling. «Im SMI beträgt die Frauenquote im Verwaltungsrat bereits 27 Prozent, womit diese Unternehmen den Geschlechterrichtwert schon 2023 erreichen dürften.»

Erfreulich sei auch die zunehmende Zahl der weiblichen CEOs. So nahm die Zahl von 3 auf 5 zu – und im laufenden Jahr steigt sie sogar auf 8.

Schweiz befindet sich in der Bewusstseinsphase

Für Schilling sind die neuen Höchststände durchaus erfreulich, er blickt zuversichtlich in die Zukunft. «Die Schweizer Wirtschaft hat sich in Bezug auf die Gleichberechtigung nachhaltig bewegt. Sie ist im Generationenprojekt von der Sensibilisierungsphase definitiv in der Bewusstseinsphase angekommen.»

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