In Deutschland spricht man von der «Jugend im Aktienrausch», auch in der Schweiz investieren immer mehr Junge in Aktien und Bitcoins. Ein Experte ordnet ein.
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Niedrige Zinsen und der anhaltende Aktienboom bringen auch immer mehr junge Menschen an die Börse. Foto: Fabian Sommer/dpa - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Generation Z interessiert sich zunehmend für Investitionen an der Börse.
  • In Deutschland spricht man schon von einem «Aktienrausch».

Sein Geld auf dem Sparkonto zu lassen, lohnt sich in den meisten Fällen nicht mehr. Immer mehr Schweizer Banken geben die Negativzinsen an ihre Kundschaft weiter.

Wohl auch deshalb häufen sich die Börsentipps in den sozialen Medien. Aktientipps auf Instagram und Anlage-Empfehlungen auf TikTok boomen. Gerade mit dem rasanten Aufstieg des Bitcoins begeistern sich auch immer mehr Junge für das Investieren. Es lockt die Aussicht auf das schnelle Geld.

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In den sozialen Medien wird viel Werbung für Bitcoin und Co. gemacht. - Instagram/@cryptomaniaks

«In Deutschland spricht man mittlerweile schon von einem Aktienrausch der unter 25-Jährigen», erklärt Michael Kuhn, Finanzexperte bei Comparis. Rund 40 Prozent der jungen Deutschen würden in Wertpapiere investieren.

Schweizer Jugend etwas weniger finanzbegeistert

«In der Schweiz scheint die Quote etwas tiefer zu sein», so Kuhn. Doch auch hier sehen sich immer mehr Menschen nach Alternativen zum Sparkonto um. Laut einer Studie der Hochschule Luzern ist das Interesse für Finanzmärkte in der Generation Z ausgeprägter als bei den Babyboomern.

Die Jungen haben jedoch oft nur wenig Geld zum Investieren. Um jedoch auch mit wenig Geld einigermassen eine Rendite zu erzielen, muss mehr Risiko in Kauf genommen werden.

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Der Bitcoin-Boom hält weiter an. - Keystone

Und da diese in den sozialen Medien so beworben werden, kommen hier auch oft Kryptowährungen zum Zug. «Das kommt mir aber dann eher wie im Casino vor, nicht wie seriöses Investieren», so Finanzexperte Kuhn.

Haben Sie schon einmal an der Börse investiert?

«Von Kryptowährungen rate ich klar ab, das ist sehr spekulativ», so Kuhn. Niemand könne den Kurs voraussagen. «Es braucht nur einen Tweet von Elon Musk und der Kurs stürzt um 20 Prozent ab.»

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