Hapag-Lloyd hebt erneut ihre Prognose fürs laufende Fiskaljahr an. Mittlerweile rechnet der Vorstand mit einem EBIT von 16,3 bis 18,2 Milliarden Euro.
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Hapag-Lloyd ist zuversichtlich. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die deutsche Reederei Hapag-Lloy hebt ihre Prognose für das Fiskaljahr 2022 an.
  • Der Vorstand rechnet mit einem EBIT zwischen 16,3 und 18,2 Milliarden Euro.
  • Die Reederei hatte ihre Prognose bereits im April auf 11,7 bis 13,6 Milliarden angehoben.

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd hat angesichts sprudelnder Gewinne im ersten Halbjahr abermals ihre Prognose für 2022 angehoben. Der Vorstand erwartet nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 16,3 Milliarden und 18,2 Milliarden Euro.

Dies übertrifft bei weitem den Gewinn aus dem Ausnahmejahr 2021, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Er lag bei knapp 9,4 Milliarden Euro, gut siebenmal mehr als 2020. Hapag-Lloyd hatte Ende April die Prognose für 2022 angehoben und eine Spanne zwischen 11,7 Milliarden und 13,6 Milliarden Euro genannt.

Gestresste Lieferketten beflügeln das Geschäft von Hapag-Lloyd

Hintergrund für die beispiellosen Gewinne in der Containerschifffahrt sind die Verwerfungen in den Logistikketten seit Beginn der Pandemie. Gestörte Lieferketten und knappe Kapazitäten lassen die Preise für Transporte auf See – im Branchenjargon Frachtraten – enorm steigen. Der Konzern rechnet bei durchschnittlicher Frachtrate im ersten Halbjahr mit einem Plus von 80 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Auf Basis vorläufiger Zahlen sprang bei Hapag-Lloyd so im ersten Halbjahr ein konzernweites EBIT von rund 9,1 Milliarden Euro heraus. Das ist mehr als dreimal so viel wie ein Jahr zuvor. Allein im zweiten Quartal sprang das EBIT auf 4,8 (Vorjahr: 1,6) Milliarden Euro.

Die Reederei weist darauf hin, dass die Prognose mit hohen Unsicherheiten behaftet sei. Die vollständigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr will Hapag-Lloyd am 11. August veröffentlichen.

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