Habeck zu Gesprächen über Solidarität in der Energiekrise in Prag und in Wien

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Deutschland,

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat erneut die Sorge geäussert, dass Russland Gaslieferungen als politische Waffe einsetzen wird.

Habeck Anfang Juli auf der Handwerksmesse
Habeck Anfang Juli auf der Handwerksmesse - AFP

Europa müsse «bei einer weiteren Zuspitzung der Lage solidarisch agieren», erklärte Habeck am Montag vor einem Treffen mit dem tschechischen Industrie- und Handelsminister Jozef Sikela in Prag. Am Dienstag spricht der Wirtschaftsminister mit Mitgliedern der österreichischen Regierung in Wien.

Europäische Solidarität sei in der aktuellen Energiekrise wichtiger denn je, erklärte Habeck. Das umfasse auch eine engere Abstimmung und Koordination zwischen direkten Nachbarn.

«Europa lässt sich durch das russische Agieren nicht spalten. Im Gegenteil: Wir arbeiten mit noch mehr Entschlossenheit daran, unsere Abhängigkeit von russischen Energieträgern so schnell wie möglich zu überwinden», sagte Habeck. Eine beschleunigte Energiewende mit mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien, beim Energiesparen und beim Hochlauf von grünem Wasserstoff seien die richtigen Antworten auf die russische Aggression.

In Tschechien besuchen Habeck und Sikela auch einen tschechischen Stromnetzbetreiber und sprechen mit Unternehmen der Energiebranche, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Am Nachmittag besucht Habeck das Tschechische Institut für Informatik, Robotik und Kybernetik mit dem Nationalen Zentrum für Industrie 4.0.

In Österreich sind den Angaben zufolge Treffen mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, mit Vizekanzler Werner Kogler, mit der Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Leonore Gewessler, mit der Europaministerin Karoline Edtstadler und dem Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher geplant. Auch hier stünden die Energiesicherheit und die enge Abstimmung und Koordination zwischen beiden Ländern im Mittelpunkt. Habeck, Kogler und Gewessler wollen zudem eine der stärksten Grosswärmepumpen Mitteleuropas besichtigen.

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