Grünen-Chefin kritisiert Inbetriebnahme von Kohlekraftwerk Datteln IV

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    Deutschland,

    Die Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat die Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln VI in Nordrhein-Westfalen scharf kritisiert und einen Ausstieg aus der entsprechenden Vereinbarung mit dem Kraftwerksbetreiber gefordert.

    Proteste am Kohlekraftwerk Datteln IV am 20. Mai
    Proteste am Kohlekraftwerk Datteln IV am 20. Mai - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Baerbock spricht von «energiepolitischem Versagen».

    Den Kohleausstieg einzuleiten und gleichzeitig ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen zu lassen, passe nicht zusammen, sagte Baerbock der «Rheinischen Post» (Samstagausgabe). Sie warf der Bundesregierung «energiepolitisches Versagen» vor.

    Leidtragende seien nicht nur der Klimaschutz, sondern auch die Deutsche Bahn, «die nun zu vollkommen überteuerten Preisen diesen Kohlestrom abnehmen muss». Baerbock appellierte an die Bundesregierung, Verhandlungen mit dem Kraftwerksbetreiber, dem Eigentümer und der Deutschen Bahn aufzunehmen, um «aus diesem fatalen Deal auszusteigen und Datteln 4 schnellstmöglich wieder vom Netz zu nehmen».

    Datteln VI soll am Samstag in Betrieb genommen werden. Klimaschützer haben Protestaktionen an dem Kraftwerk angekündigt. Das Kohlekraftwerk gilt seit Monaten als neues Symbol des Widerstands von Klimaaktivisten gegen die Kohleverstromung. Der Energiekonzern Uniper verweist hingegen darauf, dass Datteln IV «eines der modernsten Kohlekraftwerke» sei. Nach Angaben des BUND halten indes laut einer repräsentativen Umfrage 63 Prozent der Bundesbürger die Inbetriebnahme für falsch.

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