Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore leidet weiter unter der Coronakrise. Es wurden weniger Rohstoffe gefördert, besonders Kohle.
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Das Gebäude der Glencore in Baar. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Glencore leidet unter der Coronakrise.
  • Insbesondere die Kohle-Fördermenge sank im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel.

Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore leidet weiter unter der Coronakrise. In den ersten neun Monaten 2020 förderte der Konzern weniger Rohstoffe. An der Ganzjahresproduktionsprognose hält das Unternehmen bis auf den Bereich Kohle aber fest.

Die Kohle-Fördermenge sank im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel auf 83,5 Millionen Tonnen.

Beim Kupfer wurde mit 934'700 Tonnen um acht Prozent weniger gefördert, wie Glencore am Freitag mitteilte. Deutlich tiefer waren die Fördermengen auch bei Kobalt (-37%), Blei (-12%) und Ferrochrom (-37%). Einzig bei Zink nahm die Abbaumenge zu, nämlich um 6 Prozent auf 860'100 Tonnen.

Streiks und Coronavirus an Kohle-Einbruch schuld

Den Einbruch in der Kohleproduktion erklärt der Rohstoffgigant neben der Coronakrise, wegen der einige Förderanlagen geschlossen blieben, auch mit Wartungsarbeiten, einer geringeren Nachfrage und wegen Arbeitskampfmassnahmen wie Streiks. Zudem soll die Kohleproduktion in Australien wegen schwacher Marktbedingungen im zweiten Halbjahr reduziert werden.

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Demontranten bei einem Gewerkschaftsprotest vor dem Haupteingang des Casinos in Zug anlässlich der Glencore-Jahresversammlung 2018. - dpa

Mit Blick auf die Förderung bestätigt Glencore die Prognosen für die meisten Rohstoffe. Einzig für Kohle wird neu eine Produktion zwischen 106 und 112 Millionen Tonnen nach 111 bis 117 Millionen Tonnen erwartet. Für Kupfer wird weiterhin mit einer Produktion um die 1,26 Millionen Tonnen und für Zink von rund 1,16 Tonnen gerechnet.

Schon im ersten Halbjahr hatte die Coronakrise dem Rohstoffhändler und Bergbaukonzern zugesetzt. Für das erste Halbjahr hatte Glencore einen den Aktionären zurechenbaren Verlust von 2,60 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Bereits im letzten Jahr war der Reingewinn wegen sinkender Rohstoffpreise stark zurückgegangen.

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