Giorgia Meloni tauscht Leonardo-Chef aus

Melsada Zec-Zejnic
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Italien,

Italiens Premierministerin Giorgia Meloni ersetzt den CEO von Leonardo und setzt bei Eni und Enel auf Kontinuität.

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Giorgia Meloni greift bei Italiens Staatskonzernen in die Führung ein. - keystone

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat den Vorstandschef des Luftfahrt‑ und Rüstungskonzerns Leonardo abberufen. Zugleich hat sie die Spitzen der Energiekonzerne Eni und Enel im Amt bestätigt.

Laut «Bloomberg» vollzieht Meloni damit eine koordinierte Neuausrichtung wichtiger staatlich beeinflusster Unternehmen. Roberto Cingolani scheidet als CEO von Leonardo aus, sein Nachfolger soll Lorenzo Mariani werden.

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Der bisherige Leonardo-CEO Roberto Cingolani wird abgelöst. - keystone

Mariani gilt als langjähriger Manager in der Verteidigungs‑ und Luftfahrtbranche, schreibt «Reuters». Er leitet derzeit eine Führungsposition bei MBDA Missile Systems Services und wird nunmehr Chef des Konzerns Leonardo.

Giorgia Meloni setzt auf Kontinuität bei Eni

Der geplante Führungswechsel bei Leonardo erfolgt im Rahmen politisch geprägter Entscheidungen bei staatlich kontrollierten Unternehmen, schreibt «MarketScreener». Italiens Regierung hat erheblichen Einfluss auf die Besetzung von Spitzenposten bei Leonardo, an dem sie rund 30 Prozent hält.

Die Entscheidungen stehen im Zusammenhang mit einer neuen Runde staatlicher Führungsbestellungen bei strategischen Unternehmen. Die Veränderung erfolgt im üblichen Dreijahresraster, das für die Führung staatlicher Beteiligungsgesellschaften gilt.

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Während Roberto Cingolani abgelöst wird, hält Giorgia Meloni an Eni fest. - keystone

Die italienische Regierung hat die Spitze des Öl‑ und Gasriesen Eni im Amt bestätigt. Eni‑Chef Claudio Descalzi erhält laut dem Finanzportal «Goldesel» eine dreijährige Verlängerung seines Mandats.

Kaum Börsenreaktion auf Personalentscheidungen

Ebenso soll Flavio Cattaneo als Konzernchef beim Energieversorger Enel wiederernannt werden, schreibt «MarketScreener». Die Regierung setzt damit auf Kontinuität bei den wichtigsten staatlich kontrollierten Energiekonzernen.

Sollten staatliche Beteiligungen an Konzernen reduziert werden?

Die Aktie des Rüstungskonzerns Leonardo gab nach der Ankündigung in Mailand um rund 2,7 Prozent nach. Die Kurse von Eni und Enel zeigten hingegen kaum Reaktion auf die Personalentscheidungen, wie «Goldesel» schreibt.

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