Zwölf Festnahmen in Neapel wegen europaweitem Falschgeldhandel
Ermittler haben in Italien einen mutmasslich europaweiten Ring für Falschgeldhandel zerschlagen. Wie die Staatsanwaltschaft Neapel am Montag mitteilte, wurden bei der Operation «Domino» gegen zwölf Verdächtige Zwangsmassnahmen verhängt.

Drei Personen kamen in Untersuchungshaft, fünf wurden unter Hausarrest gestellt, vier weitere erhielten Meldeauflagen. Nach Angaben der Ermittler soll die Gruppe von Neapel aus grosse Mengen gefälschter Euro-Banknoten über verschlüsselte Telegram-Kanäle verkauft haben. Beworben wurden die Blüten demnach mit Werbevideos im Internet. Bezahlt worden sei ausschliesslich mit Bitcoin.
Die Ermittlungen liefen seit Juli 2022. Den Verdächtigen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Herstellung und zum europaweiten Vertrieb von Falschgeld sowie Geldwäscherei vorgeworfen. Verkauft worden seien gefälschte 20-, 50- und 100-Euro-Scheine.
Nach Angaben der Ermittler wurden mehr als 106'000 Euro an gefälschten Banknoten beschlagnahmt, die bereits für den Versand vorbereitet gewesen seien. Insgesamt rekonstruierten die Behörden mithilfe von Blockchain-Analysen und Open-Source-Ermittlungen Geldflüsse von mehr als einer halben Million Euro.
Die Ermittlungen erfolgten in Zusammenarbeit mit Behörden aus Frankreich, Deutschland, Spanien und Belgien sowie mit Unterstützung von Europol. Die Europäische Zentralbank ordnete die sichergestellten Blüten einer Fälschungsklasse zu, die bereits in mehreren europäischen Ländern im Umlauf gewesen sei. Die Justiz ordnete zudem die Beschlagnahmung von Vermögenswerten, Immobilien, Computern und digitalen Kanälen im Wert von rund 537'000 Euro an.










