Die Unternehmen benötigen im Falle einer grösseren vierten Welle des Coronavirus nach Ansicht des Schweizerischen Gewerbeverbands finanzielle Unterstützung.
Schweizerischer Gewerbeverband SGV
Fabio Regazzi, der Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands posiert für ein Portrait am 17. November 2020 in Bern. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Gewerbeverband ruft öffentlich zum Impfen auf.
  • Bei einer vierten Welle brauche es finanzielle Hilfe für betroffene Firmen.

Wenn sich die Situation nicht verbessere, seien gezielte Massnahmen notwendig, sagte Verbandspräsident und Mitte-Nationalrat Fabio Regazzi der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». Der Tessiner erklärte, dass es notwendig sein könnte, die Kurzarbeitsentschädigung für bestimmte Sektoren zu verlängern, wenn es im nächsten Jahr keinen Aufschwung gebe.

Die Erhöhung der Höchstbezugsdauer gilt gemäss Entscheid des Bundesrats bis Ende Februar 2022. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es 2022 in einigen Sektoren wie der Stadthotellerie oder dem Veranstaltungssektor zu einer Zunahme von Konkursen komme, sagte Regazzi weiter. Diese werde aber wohl nicht so hoch ausfallen, wie letztes Jahr mitten in der Krise befürchtet.

Verband ruft zum Impfen auf

Der Verband respektive die Unternehmen haben laut Regazzi ein Interesse daran, die Impfquote zu erhöhen. Man habe mit Bundespräsident Guy Parmelin vereinbart, dass dieser einen Aufruf veröffentlichen werde, um die Unternehmen zur Mitarbeit bei der Förderung der Impfung zu bewegen. Angaben zum Inhalt des Aufrufs machte er nicht.

Auf die Frage, ob das Engagement der Firmen für eine Impfung die Gefahr berge, dass ungeimpfte Arbeitnehmer zu Hause blieben, antwortete Ragazzi, dass «jede Medaille ihre Kehrseite hat, das kann passieren», aber «wenn ich die Interessen abwäge, glaube ich, dass wir mehr Vorteile haben, wenn wir diese Zusammenarbeit durchführen, und ich glaube, dass sie erträglich ist», sagte er.

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