Genfer Autosalon 2019 will seine Konkurrenten in Europa überholen

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Der Genfer Autosalon 2019 will seine Konkurrenten überholen. Ziel ist es, die einzige Veranstaltung seiner Art in ganz Europa zu werden.

    Genfer Auto-Salon
    Der Genfer Auto-Salon wird 2023 nicht stattfinden. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Genfer Autosalon will der einzige seiner Art in ganz Europa werden.
    • Am kommenden Donnerstag beginnt die 89. Ausgabe.

    «Bald wird es nur noch eine Automesse in Europa geben, und diese wollen wir sein», sagte Olivier Rihs gegenüber AWP. Rihs übernimmt im Juli die Organisation des Genfer Autosalons, dessen 89. Ausgabe am kommenden Donnerstag beginnt. Er übernimmt vom abtretenden Generaldirektor André Hefti.

    Potential der sozialen Netzwerke nutzen

    Das Ziel der Organisatoren ist es, zum Autosalon eine Mobilitätsplattform aufzubauen, die alle Akteure integriert. Die Messe soll interaktiver werden und mehr Aktivitäten bieten. Dafür will man insbesondere das Potenzial nutzen, welches die digitalen und sozialen Netzwerke bieten.

    In Zukunft sollen beispielsweise Interessierte den Genfer Autosalon 2019 aus der Ferne übers Netz verfolgen können, lautet eine Idee. Als Basis dafür diene das Modell von Google Street View, erklärte Rihs.

    Teststrecke für Besucher

    Doch auch in und um die Ausstellungshallen soll sich das Gesicht der Messe verändern. Rihs plant derzeit den Bau einer Teststrecke in der Nähe des Geländes. Besucher können dort während der Messe bis zu 15'000 Testfahrten mit Modellen der Aussteller durchführen.

    «Wir brauchen dafür noch die Zustimmung der Marken und auch noch die Genehmigung für die Anlage», sagte Rihs. Doch er sieht im Projekt eine Gelegenheit für die Hersteller, ihre Produkte der Öffentlichkeit zugänglicher zu machen. «Alle reden heute zum Beispiel von Elektroautos, doch 95 Prozent der Menschen haben noch nie eines berührt.»

    Genfer Autosalon 2019 ohne die grossen Marken

    Angesichts der gewichtigen Absagen von Herstellern wie Opel, Volvo, Hyundai und Ford verweist André Hefti derweil auf den Kostenaspekt. Dieser sei für die Aussteller zuletzt wichtiger geworden. Auch wenn der Genfer Autosalon 2019 mit einem Quadratmeter-Preis von 110 Franken um einen Drittel billiger sei als die Konkurrenzveranstaltungen.

    Darüber hinaus würden die grossen Marken Salons meiden, in denen die Interessen verwässert würden, ergänzte Hefti. «Um die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, organisieren die grossen Hersteller vermehrt eigene Veranstaltungen.»

    Sowieso seien die Zeiten, in denen der Genfer Salon mit verschränkten Armen auf die Autohersteller warten konnte, vorbei. «Wir müssen auf sie zugehen», glaubt Hefti.

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