G7-Staaten verständigen sich auf zusätzliche Finanzhilfen für die Ukraine

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    Die G7-Staaten haben beschlossen, die Ukraine zusätzlich zu humanitärer und militärischer Hilfe finanziell zu unterstützen.

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    Der deutsche Finanzminister Christian Lindner. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die G7-Staaten wollen die Ukraine mit rund 19,8 Milliarden Dollar unterstützen.
    • Diese sind zur Unterstützung der finanziellen Handlungsfähigkeit gedacht.

    Die G7-Finanzminister haben sich bei ihrem Treffen in Königswinter bei Bonn auf zusätzliche Milliardenhilfen zur Stabilisierung des ukrainischen Staatshaushalts verständigt.

    Der gemeinsamen Abschlusserklärung zufolge umfassen diese nun für das laufende Jahr 19,8 Milliarden Dollar (etwa 19,3 Milliarden Franken). Davon wurden 9,8 Milliarden Dollar (etwa 9, 5 Milliarden Franken) bei dem Treffen neu zugesagt. Damit sei sichergestellt, «dass die Ukraine in der voraussehbaren Zukunft finanziell handlungsfähig ist», sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).

    Deutschland unterstützt mit einer Milliarde

    Deutschland steuert, wie am Donnerstag bekannt wurde, eine Milliarde Euro zu den neu zugesagten Mitteln bei. Diese wurden seither bereits vom Haushaltsausschuss in den Bundeshaushalt eingearbeitet. Die Verwaltung und Auszahlung der Mittel übernehme der Internationale Währungsfonds (IWF), sagte Lindner. Dieser ist ebenso wie die Weltbank sowie die Europäische Wiederaufbaubank EBRD auch selbst an den Liquiditätshilfen beteiligt.

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    Eine Lieferung militärischer Hilfsgüter der USA an die Ukraine wird am Flughafen-Boryspil transportiert. - sda - Keystone/ukrin/-

    Lindner betonte, das Geld werde zusätzlich zu humanitärer oder militärischer Unterstützung für die Ukraine bereitgestellt. Es diene «der Finanzierung der Staatstätigkeit der Ukraine». Es solle rasch zur Verfügung stehen und dürfte den absehbaren Bedarf für das laufende Jahr vorerst abdecken.

    Warnung an Russland

    «Wir unterstützen die Ukraine schnell und umfassend», betonte der Bundesfinanzminister zum Abschluss der G7-Ministerberatungen am Freitagmittag. «Deren Liquidität ist gesichert.» Eine scharfe Warnung richtete Lindner an Russland, auch was die Zusammenarbeit im grösseren Kreis der G20-Staaten angeht.

    «Wer die Werte der Weltgemeinschaft in verbrecherischer Weise mit Füssen tritt, kann nicht zugleich mit Kooperation rechnen», sagte der Minister. Russland könne auch auf Ebene der G20 «nicht damit rechnen, ein Mitglied wie jedes andere sein zu können».

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