Man sei bereit, konstruktiv über die Gestaltung des künftigen Verhältnisses mit der EU zu sprechen, heisst es in einer Medienmitteilung von Travailsuisse.
travail suisse
Das Logo von Travailsuisse. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Travailsuisse zeigt sich «offen für die neuen Vorschläge des Bundesrates».
  • Es brauche aber den Willen, die Flankierenden Massnahmen zu verteidigen.

Der Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse zeigt sich «offen für die neuen Vorschläge des Bundesrates». Man sei bereit, konstruktiv über die Gestaltung des künftigen Verhältnisses mit der EU zu sprechen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Nach den Erfahrungen mit dem institutionellen Abkommen brauche es aber den Willen von Bundesrat und Schweizer Diplomatie, die Flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit zu verteidigen, schreibt Travailsuisse weiter. Es liege im vitalen Interesse der Arbeitnehmenden, dass die Schweiz gute und geklärte Beziehungen zur Europäischen Union unterhalte.

Fragen des Lohnschutzes wieder offen

Ein wichtiger Grund für das Scheitern des institutionellen Rahmenabkommens war laut dem Gewerkschaftsdachverband, dass die inländischen Löhne und Arbeitsbedingungen nicht ausreichend und nachhaltig geschützt worden wären. Mit der neuen Stossrichtung seien die Fragen des Lohnschutzes aber wieder offen.

Die grundsätzliche Position von Travailsuisse habe sich aber nicht geändert: «Der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen ist nicht verhandelbar», lässt sich Thomas Bauer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travailsuisse, in der Mitteilung zitieren. Es brauche deshalb vom Bundesrat klare Ansagen für den Lohnschutz.

Mehr zum Thema:

Bundesrat EU Travailsuisse