Feierlaune verfliegt: Nahost-Sorgen belasten Schweizer Börse weiter
Nach der Feierlaune des Vortags ist am Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag Ernüchterung eingetreten.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Feierlaune an der Schweizer Börse ist am Donnerstag verflogen.
- Der Aktienmarkt schafft es nur knapp in die Gewinnzone.
- Auf die Stimmung schlägt derzeit vor allem die blockierte Strasse von Hormus.
Der Nahost-Konflikt belastet die Schweizer Börse weiter. Denn die Spannungen im Mittleren Osten sind trotz Waffenruhe immer noch hoch, was die Ölpreise wieder anheizt.
Dank eines Schlussspurts in den letzten Handelsminuten schaffte es die Schweizer Börse aber am Donnerstagabend in die Gewinnzone.
Auf die Stimmung schlage, dass die Strasse von Hormus derzeit faktisch weiter geschlossen ist. Zudem warnten die Revolutionsgarden vor Seeminen.
Obendrein hat Israel seine massive Angriffe im Libanon fortgesetzt, weshalb der Iran nun droht, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen.
Schweizer Börse hält sich besser als andere Handelsplätze
In der Folge der Spannungen zog der Ölpreis wieder an. Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete 96,91 Dollar. Das sind 2,3 Prozent mehr als am Vortag.
Kurz vor Börsenschluss in Europa zogen die Kurse an den US-Börsen aber wieder an, was auch dem Schweizer Aktienmarkt eine Landung im grünen Bereich bescherte. Der Schweizer Leitindex SMI stieg um 0,35 Prozent auf 13'160 Punkte.
Vor allem dank des Gewichts der defensiven Titel hielt sich die Schweizer Börse deutlich besser als die anderen grossen Handelsplätze Europas, die teilweise deutliche Kursrückgänge erlitten.
So erwiesen sich die drei Schwergewichte Roche und Novartis (je +0,8%) sowie Nestlé (+0,2%) als Stütze des SMI. Diese drehten alle in der letzten Handelsstunde ins Plus.
Gesucht waren auch Versicherungsaktien. An der Spitze der Gewinner standen Helvetia Baloise, die um 3,3 Prozent zulegten. Auch Swiss Life (+1,5%) und Swiss Re (+0,9%) notierten fester. Gefragt waren auch die defensiven Swisscom (+1,1%).










