Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL bei geplanten Streiks zu Rücksicht auf Berufspendler angemahnt.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Vorsitzender: Gewerkschaften sollten mit Bahn Streikfahrplan aushandeln.

«Jede Gewerkschaft hat das Recht zu streiken», sagte Verbandssprecher Peter Naumann der «Augsburger Allgemeinen» (Mittwochausgabe). Aber es könne nicht sein, «dass bei einem Bahnstreik Arbeitnehmer nicht zum Dienst kommen oder Besucher von einer Reise nicht mehr zurück nach Hause kehren können».

Wichtig sei, dass die Bahnkunden mit verlässlichen Informationen versorgt würden, sagte Naumann weiter. Die Gewerkschaft müsse dafür mit der Bahn einen Streikfahrplan aushandeln, damit beispielsweise jeder zweite Zug weiterhin fährt. Das sei auch im Interesse der Gewerkschaften, denn wenn Sicherheit über die verbleibenden Verbindungen bestehe, würden die Bahnkunden einen Streik leichter akzeptieren.

Naumann äusserte aber auch grundsätzlich Verständnis für die Haltung der GDL. Denn auch «die Fahrgäste haben ein Interesse, dass die Mitarbeiter gut ausgebildet» werden. Weil sie beispielsweise anstrengende Schichtdienste leisteten, sollten die Lokführer zudem anständig entlohnt werden.

Die GDL hatte am Dienstag kurz vor der Hauptreisezeit im Sommer Arbeitskampfmassnahmen angekündigt, nachdem eine erneute Tarifrunde gescheitert war. Zu Terminen und Dauer möglicher Streiks machte sie zunächst keine Angaben.

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