Europäischer Gaspreis steigt stark - Höchster Stand seit Ende 2022

    Keystone-SDA
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    Niederlande,

    Der Preis für europäisches Erdgas ist am Montag wegen Angebotssorgen durch Lieferausfälle aus den Fördergebieten am Persischen Golf deutlich gestiegen. Der richtungsweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat sprang an der Börse in Amsterdam im frühen Handel mehr als fünf Prozent nach oben und erreichte bei 83,75 Euro je Megawattstunde (MWh) den höchsten Stand seit Ende 2022.

    Gasspeicher
    Ein mit einer Drohne aufgenommenes Luftbild zeigt die oberirdischen Anlagen eines unterirdischen Erdgasspeichers in Rüdersdorf, Deutschland, am 25. August 2026. - keystone

    Am Markt sorgen sich die Anleger vor einer anhaltenden Unterbrechung der Lieferungen von Flüssigerdgas aus dem Nahen Osten wegen der Blockade der Strasse von Hormus. Ein ursprünglich für den heutigen Montag geplantes Treffen zwischen dem Iran und mehreren Golfstaaten zur Lage in der für den Transport von Energierohstoffen wichtigen Meerenge wurde verschoben.

    «Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben», teilte der omanische Aussenminister Badr al-Busaidi am späten Sonntagabend auf der Plattform X mit. Berichten zufolge war ursprünglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Strasse von Hormus vorstellen wollten.

    Der europäische Gaspreis hat sich in diesem Jahr bereits fast verdreifacht, weil ein Ende des Iran-Kriegs und den damit verbundenen Einschränkungen bei den Lieferungen von Energierohstoffen nicht in Sicht ist. Überdies stehen europäische Länder, darunter auch Deutschland, unter Zeitdruck, die niedrigen Füllstände der Gasspeicher vor dem Wintereinbruch wieder aufzufüllen.

    Experten gehen davon aus, dass der Wettbewerb um Lieferungen während der Heizperiode härter ausfallen könnte, sollten die weltweiten Lieferströme weiterhin knapp bleiben.

    Die Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) nach Westeuropa hatten zwar Anfang September zugenommen, wie aus Schiffsverfolgungsdaten hervorgeht, die von der Nachrichtenagentur Bloomberg ausgewertet wurden. In der vergangenen Woche seien die Lieferungen aber wieder gesunken, während sich gleichzeitig die Befüllung der Gasspeicher verlangsamt habe.

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    Kommentare

    User #1188 (nicht angemeldet)

    War das nicht bereits mit der Einführung der illegalen Sanktionen abzusehen?

    User #418 (nicht angemeldet)

    Ja, ja da wird immer von Umsteigen gesprochen. Ich hatte heute über 6 Stunden keinen Strom wegen Baumaßnahmen auf der Straße. Alle Erneuerungen nützen nichts, wenn der Strom möglicherweise länger ausfällt. Habe auch schon an der Kasse gestanden und nichts ging mehr. 😂

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