Euro steigt über 1,23 Dollar

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    Der Euro hat seit der Ankündigung von Schutzzöllen für Stahl- und Aluminium-Importe im Verhältnis zum US-Dollar fast zwei Cent an Wert gewonnen.

    Der Euro steigt seit der Ankündigung von Schutzzöllen in den USA.
    Der Euro steigt seit der Ankündigung von Schutzzöllen in den USA. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Donnerstag kündete Donald Trump Schutzzölle für Stahl- und Aluminium-Importe an.
    • Seither schwächelt der Dollar.
    • Der Euro steigt über 1,23 Dollar.

    Der Euro hat am Freitag von einer breit angelegten Schwäche des US-Dollar profitiert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2333 Dollar. Das war fast ein Cent mehr als das Tagestief. Zuletzt waren es noch 1,2315 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2312 (Donnerstag: 1,2171) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8122 (0,8216) Euro.

    Seit US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend die seit langem erwarteten Schutzzölle für Stahl- und Aluminium-Importe angekündigt hat, steht der Dollar unter Druck. Seither hat der Euro im Verhältnis zur US-Währung fast zwei Cent an Wert gewonnen. Aber auch zu vielen anderen Währungen musste der Dollar Federn lassen.

    Mit den Zöllen will Trump die Arbeitsplätze der etwa 85'000 amerikanischen Stahlarbeiter sichern und der darbenden Branche neues Leben einhauchen. Ökonomen sehen aber Probleme: Unternehmen, die Stahl und Aluminium verarbeiteten, etwa aus der Autoindustrie, seien für die US-Wirtschaft viel wichtiger als die Stahlindustrie an sich, sagte Commerzbank-Ökonom Bernd Weidensteiner. Für die verarbeitenden Unternehmen aber steigen die Kosten durch die Zölle. «Dadurch könnten in diesen Branchen mehr Stellen verloren gehen, als in der Stahl- und Aluminiumbranche durch den Zollschutz gesichert werden können.»

    Zahlreiche Fachleute hoben zudem die Gefahr eines internationalen Handelskonflikts hervor, falls andere Länder mit Gegenmassnahmen reagieren. Schlimmstenfalls drohe ein Zusammenbruch der Welthandelsordnung, mit fatalen Folgen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft, warnte Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

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    02.03.2018 17:03
    Zusammenfassung - 1700

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89320 (0,88520) britische Pfund, 129,77 (129,98) japanische Yen und 1,1512 (1,1519) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1322,30 (1307,75) Dollar gefixt.

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