EU

EU-Kommission will Huawei und ZTE aus Netzen verbannen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Deutschland und andere EU-Staaten sollen im Mobilfunk komplett auf die Netzwerktechnik der chinesischen Hersteller Huawei und ZTE verzichten. Die Europäische Kommission will eine Rechtsgrundlage schaffen, die ihr in letzter Instanz ein Nutzungsverbot von Technik besonders risikobehafteter ausländischer Unternehmen ermöglichen würde, wie die Brüsseler Behörde ankündigte. Befürchtet werden Sabotage und Spionage.

ARCHIV - Ein Mobilfunk-Mast mit Antennen im Funkstandard 5G (quadratisch) und 4G (länglich) ist auf dem Dach eines Wohnhauses montiert. Foto: Wolf von Dewitz/dpa
ARCHIV - Ein Mobilfunk-Mast mit Antennen im Funkstandard 5G (quadratisch) und 4G (länglich) ist auf dem Dach eines Wohnhauses montiert. Foto: Wolf von Dewitz/dpa - Keystone/dpa/Wolf von Dewitz

Nachdrückliche Empfehlungen an die EU-Länder, Technik von Huawei und ZTE aus Sicherheitsgründen nicht in ihren Mobilfunknetzen zu verwenden, könnten dadurch verpflichtend werden. Die Europäische Kommission hatte sich in der Vergangenheit unzufrieden über die Kooperation der Mitgliedsländer bei dem Thema gezeigt. Ihrer Ansicht nach sind zu wenig Staaten der Empfehlung gefolgt, Huawei und ZTE beim Betrieb von 5G-Mobilfunknetzen auszuschliessen.

In Deutschland und anderen europäischen Ländern sind Komponenten der beiden Hersteller seit Jahren elementare Bestandteile von Mobilfunknetzen. Der Einsatz der ausländischen Technik geriet in den vergangenen Jahren jedoch wegen vermuteter Sicherheitsrisiken und potenzieller Einflussnahme durch China immer stärker in die Kritik.

Konkret würde der nun von der EU-Kommission vorgeschlagene Mechanismus es den Brüsseler Netzwächtern erlauben, zusammen mit den Mitgliedstaaten eine Risikobewertung für bestimmte Hersteller zu veranlassen. Wird ein Anbieter als zu risikobehaftet gesehen, könnte die EU-Kommission ihn in einem letzten Schritt auf eine entsprechende Liste setzen. Technik von Herstellern auf dieser Liste dürfte dann nicht mehr in der kritischen Infrastruktur von EU-Ländern verbaut werden, bestehende Komponenten müssten nach dem Vorschlag ersetzt werden. Huawei und ZTE hatte die EU-Kommission im Rahmen von Prüfungen in der Vergangenheit wegen der befürchteten Einflussnahme durch China bereits als Hochrisiko-Anbieter identifiziert.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5214 (nicht angemeldet)

Endlich richtige Fakten! Was liegt gegen Huawei vor, was andere Chinahersteller nicht machen?

User #3293 (nicht angemeldet)

Würde ich uns Schweizern auch empfehlen wollen.

Weiterlesen

Lawine Goppenstein
Verletzte befürchtet
Jobs
52 Interaktionen
Arbeit

MEHR EU

Tiktok
Brüssel
2 Interaktionen
Bern
Ursula von der Leyen
45 Interaktionen
Wegen USA
Friedrich Merz eu gipfel
9 Interaktionen
Europas Finanzkurs

MEHR AUS STADT BERN

1 Interaktionen
Bern
Neue Markthalle
50 Interaktionen
Neue Markthalle
Regierungsratswahl Pierre Alain Schnegg
2 Interaktionen
Schnegg (SVP):