Der Energiekonzern Vattenfall will die Rotorblätter von Windkraftanlagen am Ende ihrer Lebensdauer künftig nicht mehr auf Müllhalden deponieren sondern wiederverwerten.
Windräder in Bremen
Windräder in Bremen - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Ausgemusterte Bauteile sollen nicht mehr auf Deponien entsorgt werden.

Ausgemusterte Rotorblätter eigener Anlagen würden «ab sofort» wiederverwendet, recycelt oder die eingesetzten Rohstoffe zurückgewonnen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Bis 2025 will der Konzern demnach eine Recyclingquote von 50 Prozent der Rotorblätter erreichen, bis 2030 von 100 Prozent.

«Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Verbundwerkstoffabfälle aus der Windkraftindustrie auf Mülldeponien entsorgt werden», erklärte die Vorsitzende für Nachhaltigkeit im Bereich Wind bei Vattenfall, Eva Philipp. Bei der Erhöhung der Recyclingquote handele es sich allerdings um «eine grosse Aufgabe». Technische Lösungen für das Problem im notwendigen Massstab gebe es noch nicht, erklärte Philipp. Vattenfall werde sich daher an entsprechenden Forschungsinitiativen beteiligen.

Zu diesen Initiativen gehört unter anderem die Forschung an Recyclingmethoden für Verbundabfälle und die Nutzung von recycelten Werkstoffen bei der Herstellung von Produkten. Auch bei der Konstruktion von Rotorblättern soll künftig auf eine bessere Wiederverwertbarkeit der verwendeten Materialien geachtet werden.

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