Energie Wasser Bern schliesst 2025 trotz Sondereffekten positiv
Das städtische Energieunternehmen Energie Wasser Bern hat im Geschäftsjahr 2025 negative Sondereffekte einstecken müssen. Ein Tarif-Streit und der ausbleibende Strom aus Gösgen liessen den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um rund 55 Millionen auf 34,7 Millionen Franken schrumpfen.

Zum einen habe der Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen das Jahresergebnis belastet, wie Energie Wasser Bern (EWB) am Freitag mitteilte. Die Stromproduktion wurde nach Abschluss der Jahresrevision im Juni nicht wieder aufgenommen. Wegen der fehlenden Produktionsmenge habe Strom am Markt zu höheren Kosten beschafft werden müssen.
Zum anderen habe die Niederlage im Rechtsstreit mit der eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom) den Gewinn wesentlich beeinflusst. Dabei ging es um die nachträgliche Beurteilung der Elektrizitätstarife aus den Jahren 2009 und 2010 durch die Regulierungsbehörde. Im Dezember hat das Bundesgericht einen Entscheid der Vorinstanz zu Lasten von EWB revidiert.
Operativ sei das Geschäftsjahr hingegen «stabil» verlaufen. EWB hat laut eigenen Angaben die Versorgungssicherheit erhöht und die Energiewende vorangetrieben. So seien etwa der Anteil von Biogas im Standardprodukt von 20 auf 40 Prozent erhöht und der 1000. Fernwärmeanschluss vereinbart worden.
Das Unternehmen will trotz des tieferen Gewinns an den geplanten Investitionen in die Netze und die Produktion festhalten. Diese seien für die Versorgungssicherheit und die Umsetzung der Energiewende notwendig. EWB ist ein öffentlich-rechtliches Unternehmen im alleinigen Besitz der Stadt Bern.










