Hohe Benzinpreise machen E-Autos attraktiver

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Preise für Benzin und Diesel klettern seit Wochen. Dadurch wird der Kauf eines Elektroautos finanziell attraktiver. Allerdings geht die Rechnung nicht in jedem Fall auf.

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    E-Autos werden in der Schweiz immer beliebter. - keystone

    Das Auto aufzutanken ist teuer wie schon lange nicht mehr. Im Schnitt kostet ein Liter Bleifrei 95 2,14 Franken – 9 Rappen mehr als vor zwei Woche. Diesel kostet derzeit sogar 2,46 Franken. Das liegt hauptsächlich am Rohölstau im Nahen Osten, aber auch am Kurs des US-Dollars und den Frachttarifen für die Schifffahrt am Rhein. Eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht.

    Die hohen Spritpreise in diesem Jahr machen das Elektroauto für Autokäufer attraktiver, wie Zulassungszahlen zeigen. Derzeit machen die «Stromer» in der Schweiz 25 Prozent der Neuzulassungen aus. Das sind fast fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

    Der TCS ist bereits vor drei Jahren zum Schluss gekommen, dass ein E-Auto durch tiefere Energie- und Servicekosten über seine Lebensdauer günstiger ist als ein Verbrenner. Vorausgesetzt, das Auto kostet in der Anschaffung nicht viel mehr als ein Verbrenner und kann mehrheitlich daheim mit günstigem Strom geladen werden. Beispiel Fiat 500: Der kostet in der Elektro-Variante mit 22'990 Franken rund ein Fünftel mehr als das Basismodell mit Verbrennungsmotor.

    «Bei diesem Vergleich gingen wir von Benzinkosten von 1,78 Franken aus», erklärt TCS-Sprecher Marco Wölfli. «Durch die aktuellen Benzinpreise hat sich der Unterschied zugunsten der E-Autos also noch einmal vergrössert.»

    Anfang Jahr hat der TCS einen Kilometer-Vergleich aufgestellt: Bei einem Benzinverbrauch von 5 Litern auf 100 Kilometern lagen die Benzinkosten bei einer jährlichen Laufleistung von 15'000 Kilometer bei 1283 Franken. Beim E-Auto rechnete der Verkehrsclub mit einem Verbrauch von 18 Kilowattstunden pro 100 Kilometer und Stromkosten von 28 Rappen pro Kilowattstunde und kam so bei gleicher Laufleistung auf jährliche Stromkosten von 756 Franken.

    Seit Januar ist der Benzinpreis um 45 Rappen gestiegen. «Das verteuert die Kosten von Benzin-PW um rund 3 Rappen pro Kilometer», so Wölfli. Bei 15'000 Kilometern ergebe dies rund 450 Franken höhere Benzinkosten pro Jahr.

    Doch das E-Auto rechnet sich nicht in jedem Fall: Der TCS hat ebenfalls untersucht, was ein Elektroauto kostet, wenn man es nur auswärts aufladen kann. «Wenn man ausschliesslich an öffentlichen Ladestationen lädt, dürften die Kosten höher liegen als bei einem Verbrenner.»

    Hier gäbe es zwar viele Variablen wie Schnellladen, Lage der Ladestation, Abos und Rabatte. Die Tendenz sei jedoch klar. «Gemäss dem Test kostet ausschliesslich auswärts Laden 15,80 Franken pro 100 Kilometer.»

    Damit ist der «Stromer» teurer als ein Benziner. Dieser kostet selbst bei einem Spritpreis von 2,14 Franken und einem Verbrauch von 6 Litern pro 100 Kilometer nur 12,60 Franken pro 100 Kilometer.

    Die hohen Benzinpreise machen das Elektroauto für Autofahrer interessanter. Ob sich der Umstieg finanziell auszahlt, entscheidet aber nach wie vor, ob das Fahrzeug günstig aufgeladen werden kann – ob daheim oder am Arbeitsplatz.

    Kommentare

    User #5607 (nicht angemeldet)

    Bei 20% der Tankstellen gibt es bereits Engpässe. E-Fahrer dürfen daher ruhig Schadenfreude haben. Allerdings sollten sie die Schadenfreude bei sich behalten und nicht während der Fahrt damit betätigen. Denn sonst passiert ihnen dasselbe wie dem Leapmotor Fahrer gestern. Als der die Schlange an einer Tankstelle gesehen hat, hat der das Fenster während der Fahrt geöffnet und schallend gelacht. Dabei war er allerdings dann so abgelenkt, dass er die enge Kurve hinter der Tankstelle nicht mehr erwischt hat und einen Ausflug in die Botanik gemacht hatte und steckengeblieben ist. Passiert ist dem E-Fahrer und seinem Auto nichts, allerdings muss er sich wegen Nichtbeherrschen des Fahrzeuges mit der Polizei beschäftigen, die ihm an Ort und Stelle den Führerschein abgenommen hat, da er offenbar auch noch mehr als nur betrunken war. Und bevor jetzt einer kommt und meint, mir Lügen vorzuwerfen: Ich sass beim Bistro der Tankstelle bei einem Kaffee, während mein Auto an der Ladesäule seine 25 Minuten aufgeladen hat und habe alles mit eigenen Augen mitbekommen, wie auch alle anderen Tankstellenkunden sowie einige Tankstellenmitarbeiter. Es gibt zu viele Zeugen dafür und jegliches Unterstellen einer Lüge eurerseits entlarvt nur euch selbst.

    User #9833 (nicht angemeldet)

    und woher nehmt ihr den Strom ?

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