Aevis Victoria, oder früher Aevis Holding SA, verzichtet wegen der Corona-Pandemie auf die Dividendenzahlung.
Aevis Holding SA
Das Logo der Privatklinik- und Hotelgruppe Aevis Victoria, früher Aevis Holding SA genannt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Privathotelgruppe Aevis Victoria verzichtet wegen der Coronakrise auf die Dividende.
  • Die Gruppe befürchtet einen Einbruch wegen zahlreiche Stornierungen.
  • 2019 hatte sich die Aevis sich gerade von einem 6,6 Milliarden Franken Verlust erholt.

Die Privatspital- und Luxushotelgruppe Aevis Victoria hat im vergangenen Jahr dank des Verkaufs einer Beteiligung einen hohen Gewinn erzielt. Die ehemalige Aevis Holding SA verzichtet dennoch auf die Ausschüttung einer Dividende. Die Aussichten werden vor allem im Hotelgeschäft durch das Coronavirus stark eingetrübt.

Aevis Holding SA
Das Hotel Eden Au Lac der Aevis Victoria, früher Aevis Holding SA, in Zürich (Archivbild). - Keystone

Die vom Bund erlassenen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus haben die Tourismusbranche voll erfasst. Damit auch Luxushotels der Aevis-Gruppe, früher Aevis Holding SA, wie das Eden au Lac in Zürich. Der Hotelbereich werde wohl bis zum Sommer von Stornierungen von Reisen und Konferenzen betroffen sein, teilte Aevis am Freitag mit.

Verschobene Operationen bei der ehemaligen Aevis Holding SA

Vom Coronavirus betroffen ist auch der Alltag in den Spitälern der Aevis-Klinikentochter Swiss Medical Network. Sie arbeiten laut Aevis im Kampf gegen das Virus in ihren jeweiligen Kantonen mit den öffentlichen Spitälern zusammen. Die Spitäler seien aber auch darauf vorbereitet, wegen der Krise verschobene Operationen in den kommenden Monaten zu kompensieren, schreibt Aevis.

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Insgesamt habe die Planbarkeit des Geschäfts mit dem Ausbruch des Coronavirus deutlich abgenommen. Vorhersagen für die kommenden Monate kann die Gruppe keine machen. Und auch die finanziellen Auswirkungen des Lockdowns auf das Geschäft könnten noch nicht beziffert werden.

Verzicht auf Dividende

2019 erzielte die ehemalige Aevis Holding SA laut Medienmitteilung einen 173 Millionen Franken-Gewinn nach einem 6,6 Millionen-Verlust im Jahr 2018. Bekanntlich hat Aevis die Mehrheit an den Spitalimmobilien von Infracore verkauft, was beinahe 200 Millionen in die Kassen spülte. Auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet die Aevis-Gruppe angesichts der unsicheren Lage. Im vergangenen Jahr wurden den Aktionären je Titel 1,10 Franken bezahlt.

Bereits seit Ende Februar sind die Umsatzzahlen der Gruppe bekannt. Der Gesamtumsatz wuchs mit Beteiligungsverkäufen um deutliche 42 Prozent auf 933 Millionen Franken. der Nettoumsatz (ohne Arzthonorare) stieg um knapp 46 Prozent auf 845 Millionen Franken.

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