Deutschlands grösste Unternehmen haben dieses Jahr einen operativen Gewinn, der im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent geschrumpft ist.
Die Innenansicht eines deutschen Industrieunternehmens.
Die deutsche Industrie verzeichnete einen Gewinnrückgang von 19 Prozent. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschlands Top Unternehmen spüren die Konjunkturabschwächung und den Handelskonflikt.
  • Der Gesamtumsatz der Firmen ist zwar gestiegen, der operative Gewinn ging aber zurück.

Deutschlands Top-100-Unternehmen bekommen einer Studie zufolge die Konjunkturabschwächung und internationale Handelskonflikte zu spüren. Der Gesamtumsatz der 100 umsatzstärksten börsennotierten Konzerne kletterte in den ersten drei Quartalen 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um gut ein Prozent auf 1,25 Billionen Euro (umgerechnet ungefähr 1,4 Billionen Franken), wie aus einer Studie des Beratungs-und Prüfungsunternehmens EY hervorgeht. Der operative Gewinn (Ebit) sank zusammengerechnet jedoch um rund 7 Prozent auf knapp 105 Milliarden Euro (118 Milliarden Franken).

«2018 war insgesamt ein weiteres gutes Jahr für die deutsche Wirtschaft – allerdings lässt die Dynamik spürbar nach: Die Gewinne sinken bei vielen Unternehmen, die Aussichten haben sich deutlich eingetrübt», erläuterte der Vorsitzende der EY-Geschäftsführung in Deutschland, Hubert Barth. Er verwies auf Risiken vor allem für exportorientierte deutsche Konzerne. So könnte ein ungeordneter Brexit zu wirtschaftlichen Turbulenzen führen. Zudem bleibe die Handelspolitik der USA ein Risikofaktor.

Klassische Industrieunternehmen, die ausgewertet wurden, verbuchten im Schnitt einen Gewinnrückgang von 19 Prozent, Automobilunternehmen von 13 Prozent. Deutsche IT-Unternehmen verdienten den Angaben zufolge dagegen durchschnittlich 39 Prozent mehr, die Konzerne aus der Chemie- und der Telekommunikationsbranche kamen auf ein Plus von 7 Prozent. Banken und Versicherungen wurden nicht berücksichtigt.

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