Nach gutem Start in den Markt, verlor der Dow Jones Industrial Average in den Schlussminuten deutlich. Nur knapp konnte er sich mit einem Plus retten.
«Wall Street» steht geritzt an der Fassade eines Gebäudes. Foto: Mark Lennihan/AP/dpa
«Wall Street» steht geritzt an der Fassade eines Gebäudes. Foto: Mark Lennihan/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Dow Jones Industrial Average hat am Montag in den Schlussminuten nachgegeben.
  • Positive Signale kamen aus China, wo die Zentralbank Lockerungen signalisierte.

Die Wall Street hat am Montag in den Schlussminuten merklich nachgegeben und ihre Anfangsgewinne nahezu komplett abgegeben. Die Technologieindizes an der Nasdaq kamen nach anfänglichen Rekordhochs unter starken Verkaufsdruck und schlossen deutlich im Minus.

Der Dow Jones Industrial Average rettete noch ein Plus von 0,05 Prozent auf 35 619,25 Punkte über die Ziellinie. In der letzten Sitzungsstunde hatte er noch fast ein Prozent höher notiert. Für den marktbreiten S&P 500 ging es zunächst auf ein Rekordhoch bei knapp 4744 Zählern. Am Ende ging es um 0,32 Prozent abwärts auf 4682,94 Punkte.

Der Nasdaq 100 erklomm zunächst ebenfalls einen Höchststand bei fast 16 765 Punkten. Er ging dann aber mit 1,16 Prozent minus bei 16 380,98 Zählern aus dem Handel.

Positive Impulse aus China

Im frühen Handel erhielten die US-Börsen positive Impulse aus China, wo die Zentralbank geldpolitische Lockerungsmassnahmen signalisiert hatte. So sollte die Erholung der heimischen Wirtschaft gestützt werden. Auch die Kontinuität an der Spitze der US-Notenbank wurde nach Spekulationen über einen Führungswechsel der Fed wohlwollend aufgenommen. US-Präsident Joe Biden hat den Chef der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, für eine zweite Amtszeit nominiert.

Viele Technologiewerte litten Händlern zufolge unter Gewinnmitnahmen. Dabei gab es Spekulationen, dass der sprunghafte Anstieg durch Eindeckungen von Short-Positionen angeheizt wurde. Er sei übertrieben gewesen, hiess es.

So büssten die Anteilscheine des Apartment-Vermittlers Airbnb 7,5 Prozent ein. Jene des Fitnessgeräte-Spezialisten Peloton verloren 6,5 Prozent, die des Fahrdienstvermittlers Lyft 4,3 Prozent und die des Foto-App-Anbieters Snap 4,0 Prozent.

Impfstoffhersteller profitierten

Dagegen profitierten die Papiere der Corona-Impfstoffhersteller Biontech und Moderna von anziehenden Booster-Impfkampagnen und gewannen 11 beziehungsweise 7 Prozent. Die Papiere des Biontech-Partners Pfizer stiegen um 0,8 Prozent.

Um 27 Prozent auf 20,79 US-Dollar ging es für Vonage nach oben. Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson will den Cloud-Telefonie-Anbieter für 21 Dollar je Aktie in bar schlucken. Es wäre der bislang grösste Zukauf in der Unternehmensgeschichte.

Der Euro konnte sich im US-Handel im Vergleich zum schwächeren europäischen Spätgeschäft behaupten und notierte zuletzt bei 1,1235 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1278 (Freitag: 1,1271) Dollar festgesetzt.

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