Donald Trump: «Notenbank hat erneut versagt»

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    USA,

    Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins zum zweiten Mal in Folge gesenkt. Für Donald Trump geht aber auch der jüngste Schritt nicht weit genug.

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    Ein Bild aus besseren Tagen: US-Präsident Donald Trump und der heutige Fed Chef Jerome Powell (l) nach dessen Nominierung im November 2017. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-Notenbank hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt.
    • Bereits Ende Juli hatte die Fed den Leitzins in gleichem Masse gesenkt.
    • Donald Trump schoss nach der Entscheidung scharf gegen den Notenbank-Chef Powell.

    Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Damit liegt der Leitzins nun in der Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent. Dies teilte die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mit.

    Die zweite Zinssenkung seit dem Ende der globalen Finanzkrise war von den Finanzmärkten weithin erwartet worden.

    Exporte und Investitionen zurückgegangen

    Die Zentralbank geht von einer weiter «moderat» wachsenden US-Wirtschaft aus, Exporte und Investitionen seien jedoch zuletzt zurückgegangen, erklärte die Fed. Auch die weltweit schwächeren Wachstumsaussichten und zunehmende Unsicherheit spielten bei der Zinssenkung eine Rolle.

    trump notenbank
    Die von US-Präsident Donald Trumps aggressiv betriebenen Handelskonflikten führen zu Unsicherheiten. (Archivbild) - Keystone

    Diese ist zum Teil ausgelöst von US-Präsident Donald Trumps aggressiv betriebenen Handelskonflikten, insbesondere jenem mit China, der zweitgrössten Volkswirtschaft.

    Die Fed erklärte zudem dass die Zentralbank alle wirtschaftlichen Daten weiter genau verfolge und «angemessen» handeln werde. Die Arbeitslosigkeit soll niedrig und die Inflation nahe dem Ziel von 2 Prozent halten werde.

    Leitzins bereits Ende Juli gesenkt

    Die Notenbank hatte den Leitzins bereits Ende Juli gesenkt, ebenfalls um 0,25 Prozentpunkte. Die erneute Zinssenkung sollte der sich abkühlenden Wirtschaft neuen Schwung geben. Zudem signalisiert die Fed damit, dass sie zu handeln bereit ist, falls sich der Konjunkturausblick weiter verdüstert.

    Federal Reserve System
    Das Gebäude der US-Notenbank Federal Reserve System (Fed) in Washington. - dpa

    Die US-Wirtschaft wächst bereits seit zehn Jahren. Es ist der längste dokumentierte ununterbrochene Aufschwung, doch inzwischen mehren sich die Warnsignale. Die Arbeitslosigkeit in den USA ist weiter sehr niedrig, aber das Wachstum hat sich zuletzt abgeschwächt.

    Donald Trump: «Notenbank hat erneut versagt»

    Für US-Präsident Donald Trump dürfte die Zinssenkung nicht genug sein. Er fordert die unabhängige Fed bereits seit Monaten auf, die Zinsen deutlich zu senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Zuletzt forderte er sogar, den Leitzins auf «Null oder weniger» abzusenken.

    Auf Twitter schoss er nach der Entscheidung scharf gegen «Jay Powell». Die Leitzinssenkung bezeichnete er als erneuten Fail. Powell habe keinen Mut, keinen Verstand und keine Vision.

    Geld wird billiger

    Der Leitzins, die sogenannte Federal Funds Rate, ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht Geld leihen.

    Eine Senkung des Zinssatzes verbilligt Kredite, weswegen Firmen leichter investieren können und viele Bürger weniger für den Schuldendienst ausgeben müssen. Sie haben so mehr Einkommen zur Verfügung.

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