Deutsche Post und Verdi einigen sich in Tarifverhandlungen

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Deutschland,

Die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag verständigt.

Mit Warnstreiks hatten die Beschäftigten Druck gemacht
Mit Warnstreiks hatten die Beschäftigten Druck gemacht - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Tarifbeschäftigte erhalten in zwei Stufen fünf Prozent mehr Gehalt.

Die bundesweit rund 140.000 Tarifbeschäftigten bekommen in zwei Stufen insgesamt fünf Prozent mehr Gehalt, wie die Post und Verdi am Mittwoch mitteilten. Auch Auszubildende erhalten mehr Geld. Zudem wurden betriebsbedingte Kündigungen bis Ende des Jahres 2023 ausgeschlossen. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2022.

Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis eine Lohnerhöhung von drei Prozent zum 1. Januar 2021 und weiteren zwei Prozent zum 1. Januar 2022 vor. Die Vergütungen für Auszubildende und dual Studierende steigt zum 1. Januar 2021 um 50 Euro monatlich; zum 1. Januar 2022 erhöht sie sich um weitere 40 Euro. Für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie sollen die Beschäftigten zudem eine Einmalzahlung von 300 Euro erhalten.

Die Verdi-Konzerntarifkommission stimmte dem Ergebnis der Gespräche bereits zu. Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis sprach von einem «guten Verhandlungsergebnis» für die Beschäftigten. Auch die Post zeigte sich zufrieden. «Für uns war es wichtig, in einer sehr unsicheren wirtschaftlichen Gesamtsituation tragfähige Lohnsteigerungen zu vereinbaren, die einerseits eine Würdigung für die Leistungen unserer Beschäftigten darstellen, die es uns andererseits aber auch ermöglichen, weitere Investitionen in unser Geschäft zu tätigen, um langfristig Beschäftigung zu sichern. Dieses Ziel haben wir erreicht», erklärte Thomas Ogilvie, Konzernvorstand Personal und Arbeitsdirektor.

Die Arbeitnehmervertreter hatten eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten gefordert. In den vergangenen zwei Wochen hatten sich dafür nach Gewerkschaftsangaben an insgesamt sechs Streiktagen rund 22.000 Beschäftigte an mehr als 300 Standorten an Warnstreiks beteiligt.

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