Der Kanton St. Gallen legt bei den Logiernächten zu

Das Jahr 2025 hat der Schweizer Hotellerie einen Rekord beschert. Mit insgesamt 43,9 Millionen Logiernächten wurde der höchste je gemessene Wert erreicht. Zürich etwa vermeldete einen neuen Spitzenwert. Wie sieht es im Kanton St. Gallen aus?

Das Heidiland profitierte nicht vom Boom der Logiernächte. Im Bild zu sehen ist ein Sessellift im Skigebiet Pizol, das zur Region Heidiland gehört. (Archivbild)
Das Heidiland profitierte nicht vom Boom der Logiernächte. Im Bild zu sehen ist ein Sessellift im Skigebiet Pizol, das zur Region Heidiland gehört. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Auch der Kanton St. Gallen legte vergangenes Jahr bei den Logiernächten zu. Das Plus beträgt gemäss Bundesamt für Statistik 0,6 Prozent und liegt neu bei rund 1,1 Millionen Logiernächten. Es sind allerdings weniger als noch 2023. War das Jahr 2025 demnach ein Erfolg für den St. Galler Tourismus oder nicht? Ein differenziertes Bild zeigt sich beim Blick in zwei Tourismusregionen des Kantons, in diejenige rund um die Hauptstadt und die Region Heidiland.

Für die Region St.Gallen-Bodensee zeigen die aktuell verfügbaren Zahlen von Januar bis Dezember 2025 mit 519'865 Logiernächten ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Ladina Heijers auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schrieb. Damit liege das Wachstum in der Tourismusregion rund um die Kantonshauptstadt nahe beim nationalen Zuwachs von 2,6 Prozent, so die Medienverantwortliche von St. Gallen-Bodensee Tourismus weiter.

Zum Wachstum beigetragen haben «sicherlich» die Spiele der Frauenfussball-EM in St. Gallen im Sommer, so Heijers weiter. Zugenommen habe unter anderem die Nachfrage ausländischer Gäste. Das liege teils an der Euro, aber auch am wachsenden Kulturangebot.

Profitierten die St. Gallen Hotels denn auch automatisch vom nationalen Rekord? Nur bedingt, so Heijers. In klassischen Tourismusregionen habe vergangenes Jahr vor allem das Wintergeschäft stark zugelegt. «Hingegen ist es für eine eher voralpine Destination wie St. Gallen-Bodensee Tourismus schwierig, im Winter im gleichen Masse Gäste anzuziehen.»

Bei den Hotels in der Region Heidiland gingen die Logiernächte hingegen um 3,7 Prozent zurück. Diese Entwicklung entspreche insofern dem landesweiten Trend, dass Städtereisen boomten. Aufenthalte in ländlichen Destinationen und Bergregionen seien hingegen leicht rückläufig gewesen, schrieb Adrian Pfiffner, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Heidiland Tourismus AG.

«Positiv stimmt, dass die Ankünfte 2025 in unserer Region praktisch gleich geblieben sind», schrieb Pfiffner weiter. Sie sanken um 0,4 Prozent. Das zeige, dass die Nachfragen nach Hotels in der Region stabil geblieben seien. Gesunken ist hingegen die Aufenthaltsdauer.

Trotz rückläufiger Logiernächte sei das Jahr 2025 aus Sicht der Heidiland Tourismus AG ein gutes gewesen. Der Rückgang sei auf hohem Niveau erfolgt und die Nachfrage weiterhin robust. Zudem zeichne die Hotelstatistik nur ein unvollständiges Bild der touristischen Nachfrage und blende die für die Region wichtige Parahotellerie und den Tagestourismus komplett aus.

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