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    Dax Performance Index: Lufthansa steigt ab

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    Die Lufthansa ist ab 22. Juni nicht mehr Teil des Dax Performance Index. Den Platz der Airline, die stark unter Corona leidet, nimmt Deutsche Wohnen ein.

    Dax Performance Index
    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Frank Rumpenhorst - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Börsenwert der Airline in der Corona-Krise eingebrochen.

    Die grösste deutsche Fluggesellschaft fällt aus dem Deutschen Aktienindex (Dax): Wie die Deutsche Börse am Donnerstagabend mitteilte, steigt die Lufthansa mit Wirkung zum 22. Juni in den MDax der mittelgrossen Unternehmen ab. In den Dax Performance Index rückt stattdessen der Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen auf. Grundlage für den Abstieg der Lufthansa in den MDax ist die sogenannte Fast-Exit-Regel.

    Die Lufthansa war seit fast 32 Jahren ununterbrochen im Dax Performance Index. In der Corona-Krise war die Fluggesellschaft allerdings in schwere wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Wegen der weltweiten Reisebeschränkungen aufgrund der Pandemie war kein normaler Flugbetrieb möglich.

    Verbleib im Dax Performance Index «nicht so relevant»

    Zwischen Januar und März beförderte die Airline rund ein Viertel weniger Passagiere und 15 Prozent weniger Fracht als im Vorjahresquartal. Das hinterliess deutliche Spuren: Im ersten Quartal machte die Lufthansa ein Minus von mehr als 2,1 Milliarden Euro. Der Konzern sprach von einer Belastung des Quartalsergebnisses «in einer bisher noch nie dagewesenen Dimension».

    Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte zum möglichen Abstieg in den MDax seines Unternehmens bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Mittwoch gesagt: «Die Regeln sind, wie sie sind.» Für die Lufthansa als Dax-Gründungsunternehmen «tut das weh». Andererseits sei es in der aktuellen Situation «nicht so relevant», ob die Lufthansa im Dax oder im MDax sei. Durch die staatlichen Hilfen sei der Konzern stabilisiert.

    Weitere Veränderungen in MDax und SDax

    Die Lufthansa bekommt eine umfangreiche Unterstützung von der Bundesregierung, das Rettungspaket umfasst neun Milliarden Euro. Dafür muss die Lufthansa auf Druck der EU-Kommission Start- und Landerechte abgeben. Die Aktionäre müssen dieser Vereinbarung auf einer ausserordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni noch zustimmen.

    Wie die Deutsche Börse mitteilte, gab es im MDax und im SDax noch weitere Bewegung. In den MDax aufgenommen wird demnach das Vermarktungsunternehmen Ströer. Es ersetzt dort die Deutsche Pfandbriefbank AG, die nach der Fast-Exit-Regel aus dem Index genommen wird und in SDAX wechselt.

    Neu aufgenommen werden im SDax-Index demnach ausserdem die Unternehmen Dr. Hönle AG und Atoss Software.

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