Cyberversicherungen erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit
In der Schweiz nimmt die Nachfrage nach Cyberversicherungen weiter zu. Im Jahr 2025 sind in diesem Bereich sowohl die Zahl verkaufter Policen als auch das Prämienvolumen gestiegen.

Allerdings verfügen nach wie vor viele kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) noch über keine solche Versicherung. Wie die jährliche Erhebung des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) zeigt, stieg die Anzahl der gegen gewisse Cyberrisiken versicherten Firmen zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 72'000.
Auch bei Privatpersonen setzte sich das Wachstum fort: Dort nahm die Zahl der Policen um 18 Prozent auf über 480'000 zu, wie der SVV in einer Mitteilung vom Donnerstag schrieb.
Das Prämienvolumen entwickelte sich in der Cyberversicherung ebenfalls positiv und rückte insgesamt um 5,8 auf 182 Millionen Franken vor. Davon entfielen 29 Millionen Franken (+21 Prozent) auf das Geschäft mit Privatpersonen und 153 Millionen Franken (+3,4 Prozent) auf das Firmenkundengeschäft. Damit bleibe der Markt für Cyberversicherungen einer der am stärksten wachsenden in der Schweiz, so der SVV.
Schutzlücke bei KMU bleibt gross
Allerdings haben grosse Teile der Schweizer Wirtschaft weiterhin noch keine Versicherung gegen Cyberrisiken abgeschlossen. Trotz des Zuwachses sind laut dem SVV nur rund 11,5 Prozent der Firmen dagegen versichert. Insbesondere bei KMU bestünden erhebliche Versicherungslücken, während über die Hälfte der Grosskonzerne dieses Angebot nutze.
«Cyberversicherungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Cyberresilienz von Unternehmen», sagt Heidi Fröhlich, Leiterin Nichtleben und Rückversicherung beim SVV, laut der Mitteilung. Nebst der finanziellen Absicherung nach einem Cybervorfall umfasse eine solche Versicherung häufig auch präventive Dienstleistungen und den Zugang zu Expertinnen und Experten.






