Der Stimmrechtsberater Ethos richtet im Vorfeld der Generalversammlung der CS kritische Fragen zu den Archegos- und Greensill-Debakeln an den Verwaltungsrat.
Rating
Die Credit Suisse wird zur Stärkung der Risikokontrolle ermahnt. Ansonsten könnte das Rating unter Druck geraten. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Corona-bedingt ohne Aktionäre stattfindende CS-Generalversammlung kann zwar live auf der Webseite der Bank mitverfolgt werden.

Der Stimmrechtsberater Ethos richtet im Vorfeld der Generalversammlung der Credit Suisse vom Freitag kritische Fragen zu den Archegos- und Greensill-Debakeln an den Verwaltungsrat. Er kritisiert dabei scharf die fehlende Möglichkeit für Interventionen für Aktionäre.

Die Corona-bedingt ohne Aktionäre stattfindende CS-Generalversammlung kann zwar live auf der Webseite der Bank mitverfolgt werden. Die Aktionäre haben allerdings keine Möglichkeit zu intervenieren oder Fragen zu stellen. Ethos ist laut der Medienmitteilung vom Freitag der Meinung, dass diese Praxis gegen das Obligationenrecht verstösst.

Die Vereinigung richtet nun an den Verwaltungsrat diverse Fragen bezüglich der eingeleiteten Untersuchungen zu den Fällen Greensill und Archegos und allfälliger Konsequenzen auch für VR-Mitglieder. Zudem will sie weiterführende Informationen zum Prime-Brokerage-Geschäft, in dem der Milliardenverlust nach dem Zusammenbruch des Hedgefunds Archegos angefallen war.

Des weiteren fordert Ethos gemeinsam mit anderen Investoren von der Credit Suisse einen detaillierten Zeitplan für die endgültige Beendigung ihrer Aktivitäten mit Unternehmen, die im Kohlesektor tätig sind. Im Jahr 2020 habe die Credit Suisse einen ersten Schritt in diese Richtung unternommen, heisst es.

Mehr zum Thema:

Verwaltungsrat Credit Suisse Coronavirus