Nach den schlechten Quartalsergebnissen hat die Grossbank Credit Suisse sich beim Ausblick auf das restliche Jahr vorsichtig gezeigt.
Credit Suisse macht deutlich mehr Verlust als erwartet (Archivbild)
Credit Suisse macht deutlich mehr Verlust als erwartet (Archivbild) - sda - KEYSTONE/WALTER BIERI
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Credit Suisse hat auch im zweiten Quartal 2022 rote Zahlen geschrieben.
  • Daher gibt die Grossbank für den Rest des Jahres einen eher verhaltenen Ausblick.
  • Man geht davon aus, dass die schwierigen Marktbedingungen anhalten werden.

Die Credit Suisse gibt nach der Bekanntgabe eines grossen Verlusts im zweiten Quartal einen verhaltenen Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf. Die schwierigen Marktbedingungen würden die Grossbank auch weiterhin belasten. Man gehe davon aus, dass das herausfordernde Wirtschafts- und Marktumfeld in den nächsten Monaten anhalten wird. Dies heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

So dürfte etwa die Investment Bank im dritten Quartal einen weiteren Verlust ausweisen. Im zweiten Quartal 2022 machte die Division ein Minus vor Steuern von 1,1 Milliarden Franken.

In der Investment Bank verfüge die CS zwar über eine robuste Pipeline an Transaktionen. Deren Ausführung dürfte sich im aktuellen Marktumfeld jedoch als schwierig erweisen. Die Handelsaktivität war den Angaben zufolge im dritten Quartal bislang zudem weiterhin von einer schwachen Kundenaktivität geprägt. Das habe den üblichen saisonalen Rückgang im Sommer noch verschärft.

Aktivität im Wealth-Management verhalten

Auch die Kundenaktivität im Wealth-Management-Geschäft bleibe verhalten, und die wiederkehrenden Erträge dürften weiterhin von den niedrigeren Marktniveaus belastet sein. Die Division profitiere aber bereits von den höheren Zinssätzen, insbesondere im Hinblick auf die US-Dollar-Positionen der Bank.

Die Swiss Bank dürfte derweil weiterhin eine solide Performance erzielen. Ausserdem rechne die Bank mit einer Verbesserung der Ergebnisse im Asset Management im zweiten Halbjahr. Im zweiten Quartal ist der Vorsteuergewinn dieser Division auf 30 Millionen Franken eingebrochen.

Mit Blick auf die Kapitalisierung rechnet die Credit Suisse mit einer Quote des harten Kernkapitals zwischen 13 und 14 Prozent.

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