Bankpräsident Axel Lehmann äusserte sich zu den Abflüssen bei der Credit Suisse. Die Aussagen haben nun das Interesse der Finanzmarktaufsicht (Finma) geweckt.
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Die Credit Suisse steht nach der Übernahme durch UBS vor einem kompletten Umbruch. - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bankpräsident Axel Lehmann äusserte sich im Dezember zu den Abflüssen der CS.
  • Die Finanzmarktaufsicht reagiert jetzt darauf.

Die im Dezember gemachten Aussagen könnten Axel Lehmann, Präsident der Credit Suisse, zum Verhängnis werden. Damals sagte er gegenüber «Financial Times»: «Die Vermögensabflüsse bei der Credit Suisse (CS) sind völlig abgeflacht, es ist gar zu Zuflüssen gekommen.»

Die Abflüsse seien im Wesentlichen gestoppt, sagte er am nächsten Tag dem Sender «Bloomberg TV». Im Rahmen der Kapitalerhöhung informierte die CS zuvor, dass bei der Bank 84 Millionen an Kundengelder geflossen waren. Weiter ging das wohl: Im vierten Quartal beliefen sich die Rückzüge von Kunden auf 110,5 Milliarden Franken. Anfang Februar berichtete dies die Credit Suisse.

Daraufhin wurde die Finanzmarktaufsicht hellhörig: Denn zwischen den Interview-Aussagen von Lehmann und den Zahlen herrscht eine Diskrepanz von 15 Prozent. Die Aufsicht wolle in Erfahrung bringen, was der Bankpräsident wusste, als er sich zu den Abflüssen äusserte. Das berichtete die Agentur Reuters mit Verweis auf anonyme Quellen. Weder die CS noch die Finma haben sich bisher dazu geäussert.

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