Die Coronakrise hat der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland einen massiven Umsatzrückgang und den Verlust von 9000 Arbeitsplätzen eingebrockt.
Silhouette eines Flugzeugs
Silhouette eines Flugzeugs - AFP/Archiv

Während die Erlöse 2020 um rund ein Viertel auf 31 Milliarden Euro sanken, fiel die Zahl der Beschäftigten auf 105'000, wie der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) am Dienstag mitteilte. Der Einbruch traf vor allem die zivile Luftfahrt, wo die Erlöse um rund ein Drittel schrumpften und 8200 Jobs wegfielen.

Das Umsatzminus sei dramatisch, sagte BDLI-Vize-Präsident Reiner Winkler. Kurzarbeit habe Schlimmeres verhindert. «Einen stärkeren Personalabbau erwarten und befürchten wir jedoch für dieses und das kommende Jahr.»

Statt Reisebeschränkungen mit pauschalen Quarantäne-Regeln müsse es eine wirksame Teststrategie geben, damit der Flugverkehr wieder spürbar anziehen könne. Winkler forderte zudem, im Zuge der Impfkampagne sollte auch gelten, «dass geimpfte und genesene Passagiere von Quarantänepflichten entbunden werden».

Während die Flugzeugindustrie mit Branchenriesen wie Airbus und dem Münchner Triebwerks-Lieferant MTU Aero Engines die Flaute spüren, kam die Raumfahrtindustrie glimpflicher davon. Hier sanken die Umsätze um rund 15 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Coronabedingt gab es zwar laut BDLI Probleme in der Lieferkette, die Zahl der Beschäftigten blieb mit 9600 aber fast stabil. Die militärische Luftfahrtindustrie konnte ihren Umsatz um rund sechs Prozent auf 7,1 Milliarden Euro erhöhen. Die Zahl der Beschäftigten fiel allerdings um zwei Prozent auf 22'900.

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