Climeworks erhält überraschend grünes Licht für Anlage in Louisiana

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Zürich,

Climeworks kann seine geplante CO2-Abscheidungsanlage in Louisiana wohl doch bauen. Das US-Energieministerium hält nach einer monatelangen Überprüfung überraschend am «Project Cypress» fest.

In Island testet Climeworks bereits zwei Anlagen. (Archivbild)
In Island testet Climeworks bereits zwei Anlagen. (Archivbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Mit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump stand die zuvor unter der Regierung von Joe Biden gesprochene Finanzierung auf der Kippe. Mitte April hat Climeworks nun die Nachricht erhalten, dass das Ministerium das Projekt weiterverfolgt, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP bestätigte. Über den Entscheid hatte zuerst das «Wall Street Journal» berichtet.

«Wir freuen uns darauf, mit dem Ministerium und unseren Partnern die nächsten Schritte zu planen», sagte der Sprecher. Konkrete Details sind noch offen.

Unter der demokratischen Administration hatten Climeworks und sein US-Partner Heirloom vom Energieministerium 50 Millionen Dollar zugesprochen bekommen, um ein Abscheidungsprojekt in einer traditionellen Öl- und Gasregion zu realisieren. Ursprünglich hätte der Bau 2026 beginnen sollen. Insgesamt könnte das Projekt bis zu 600 Millionen Dollar an staatlichen Investitionen erhalten.

Mit der neuen Anlage will Climeworks seine Direct-Air-Capture-Technologie (DAC) weiter verbessern und skalieren. Bei der Methode wird CO2 aus der Luft gesaugt und im Boden gespeichert. Das gilt als teuer und ist noch nicht in grossem Massstab verfügbar.

Das 2009 gegründete ETH-Spin-off hat seit 2024 einen neuen US-Hauptsitz in Texas. Zu den prominenten amerikanischen Kunden des Unternehmens zählen JPMorgan und Microsoft.

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