Lachgas bleibt 114 Jahre in der Atmosphäre und beeinflusse die Erderwärmung damit 300-mal mehr als CO2. Clariant geht nun gegen das Treibhausgas vor.
Clariant Hariolf Kottmann
Das Logo von Clariant. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Clariant bietet zehn Salpetersäureproduzenten einen kostenlosen Lachgas-Katalysator.
  • Von den weltweit 500 Herstellern hat mehr als die Hälfte keine N2O-Massnahmen.

Clariant startet eine Marketingaktion für einen Katalysator, der die Lachgas-Emissionen in Industrieprozessen reduziert. Der Spezialchemiekonzern bietet zehn Salpetersäureproduzenten eine kostenlose erste Ladung des Abgasreinigers an.

Clariants Katalysator «EnviCat N2O-S» entferne bis zu 95 Prozent des als Nebenprodukt bei der Salpetersäureproduktion anfallenden Lachgases (N2O), teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Das klimaschädliche Treibhausgas verbleibe etwa 114 Jahre in der Atmosphäre und beeinflusse die Erderwärmung damit 300-mal mehr als CO2.

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Rauch steigt aus einem Schornstein vom Heizkraftwerk auf. - dpa

Von den rund 500 weltweit betriebenen Salpetersäureanlagen operiere mehr als die Hälfte ohne N2O-reduzierende Massnahmen, hiess es weiter. 45 Anlagen weltweit arbeiten mit dem besagten Clariant-Katalysator - zehn weitere sollen nun eine erste Ladung gratis erhalten.

Mit dieser «grossen Klimakampagne» wolle das Unternehmen die Vermeidung von Treibhausgasemissionen unterstützen, erklärte Clariant.

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