In China verliert die Industrie nach ihrer starken Erholung von der Corona-Krise wieder an Fahrt. Das zeigt der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI), den die Statistikbehörde am Samstag veröffentlichte.
In einem chinesischen Hafen stehen Container und Containerbrücken.
Chinas Wirtschaft ist 2018 nur noch um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen und damit so gering wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr. (Symbolbild) - dpa

Demnach sank das Barometer im Juli auf 50,4 von 50,9 Zählern im Vormonat. Der neue Wert ist der niedrigste seit Februar vergangenen Jahres, als die Volksrepublik mit den rabiaten Lockdowns zur Eindämmung des Coronavirus begann.

Er signalisiert, dass die Geschäfte in der Industrie mittlerweile weniger kräftig zulegen. Werte über 50 zeigen Wachstum an.

Zu der Abschwächung trugen gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten, Lieferengpässe im Welthandel sowie extreme Wetterlagen wie Hochwasser in Zentralchina bei. Analysten hatten mit einem nur minimalen Index-Rückgang auf 50,8 Punkte gerechnet.

Die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft hat sich inzwischen von den Verwerfungen der Corona-Krise weitgehend erholt. Aktuell bemühen sich die Behörden darum, einen neuen Ausbruch der als Delta-Virusvariante in der ostchinesischen Stadt Nanjing einzudämmen.

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