BYD prüft Frankreich als Standort für neues Autowerk
Der chinesische Autobauer BYD prüft den Bau eines Werks in Frankreich. Das Land stehe auf der engeren Auswahlliste für einen neuen Produktionsstandort, sagte die stellvertretende Konzernchefin Stella Li am Montag anlässlich der Eröffnung des Pariser Autosalons.

«Wir prüfen sehr genau die Möglichkeit, ein Werk in Frankreich zu errichten», sagte Li dem Wirtschaftssender BFM Business. BYD wolle neben der bereits geplanten Fabrik in Ungarn, die noch in diesem Jahr eröffnet werden soll, zwei weitere Werke in Europa errichten.
Der chinesische Konzern setzt damit trotz der Handelsspannungen zwischen China und der EU auf eine Expansion in Europa. Erst am Freitag hatte China zugesagt, seine Exporte von Hybridfahrzeugen in die EU zu drosseln. Damit könnte der Zustrom von Millionen von chinesischen Autos auf den europäischen Markt gebremst werden.
BYD kenne die Einzelheiten der Vereinbarung noch nicht, sagte Li. Der Konzern halte aber an seinen langfristigen Plänen fest und wolle massiv in Europa investieren. Dazu gehörten neben neuen Fabriken auch Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung.
Die Managerin bedauerte die Spannungen wegen der Zölle. Langfristig wolle BYD in jeder Weltregion als einheimisches Unternehmen wahrgenommen werden. «Ich möchte, dass die Menschen in Frankreich sagen: BYD ist ein französisches Unternehmen. Ich möchte, dass sie es mögen», sagte Li.










