Mann in Zoo von Tiger zerfleischt - er wollte keine Rettung
Ein Mann ist in einem englischen Zoo von einem Tiger getötet worden. Laut Augenzeugen wehrte er einen Rettungsversuch ab und stieg ins Gehege.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Mann ist im Yorkshire Wildlife Park in England von einem Tiger getötet worden.
- Laut Augenzeugen kletterte der Mann ins Gehege, obwohl eine Frau ihn zurückhalten wollte.
- Der Tiger Altai wird nach dem Vorfall nicht eingeschläfert, der Park bleibt geschlossen.
Im Yorkshire Wildlife Park in Nordengland ist ein Mann von einem Tiger getötet worden. Der Unbekannte, nach Angaben von Augenzeugen in seinen Zwanzigern, war am Samstag in das Gehege des sibirischen Tigers Altai gestiegen. Er starb trotz Rettungsversuchen vor Ort.
Wie die «Daily Mail» berichtet, versuchte zuvor eine Frau, den Mann zurückzuhalten. Sie habe ihn auf die Aussichtsbrücke ziehen wollen, sei aber nicht stark genug gewesen. Der Mann habe sich losgerissen, sei über den Zaun geklettert und knapp vier Meter in das Gehege gesprungen.
Zuvor soll er auf der Brücke «getanzt» haben, mit Kopfhörern in den Ohren. Auf einem Video ist zu sehen, wie er eine Besucherin bittet, ihn mit dem Tiger im Hintergrund zu fotografieren: «Entschuldigung, können Sie ein Foto von mir mit dem Tiger machen?» Danach bat er dreimal um «noch ein Foto».
Aufnahmen verbreiten sich im Netz
Im Gehege kniete er sich laut einem Augenzeugen vor den Tiger. Dieser begann, ihn zu umkreisen. Dann habe der Mann das Tier angeschrien und mit dem Finger gedroht, bevor Altai angriff. «Es ging alles sehr schnell», sagte der Augenzeuge.
Der Mann soll während des Angriffs mit dem Tier auch in Gebärdensprache kommuniziert haben, wie die «Daily Mail» schreibt. Mehrere Augenzeugen vermuten zudem, dass er Lernschwierigkeiten gehabt haben könnte. Bestätigt ist beides nicht.
Auf Videos aus den sozialen Medien ist zu hören, wie der Mann weiter mehrmals «Stopp» rief. Der Tiger zog sich kurz zurück, griff dann aber erneut an. Die Polizei bat darum, die Aufnahmen nicht weiterzuverbreiten.

Die Tierpfleger eilten mit gasbetriebenen Schallgeräten herbei und feuerten fünfmal in die Luft, um den Tiger zu vertreiben. Eine Quelle sagte der «Manchester Evening News», die Pfleger hätten «alles getan, was sie konnten». Der Tiger sei dabei weder getroffen noch verletzt worden.
Die Polizei erhielt die Meldung um 13.35 Uhr. Zwei Ambulanzen und ein Rettungshelikopter rückten aus, rund um das Gehege wurde ein Sichtschutz aus schwarzer Plane errichtet. Der Mann wurde noch vor Ort für tot erklärt. Seine Familie sei informiert und werde betreut, teilte die Polizei mit.
Tiger Altai ist «sicher und wohlauf»
Derweil hat der Park in einer Mitteilung verlauten lassen, dass Tiger Altai nach dem Vorfall nicht eingeschläfert wird «Wir können alle beruhigen, dass er sicher und wohlauf ist», hiess es.
Ranger Charlotte Pywell sagte der «Daily Mail»: «Es war überhaupt nicht die Schuld des Tigers.» Die Pfleger seien «alle am Boden zerstört». Der Park bleibt vorerst geschlossen und arbeitet mit den Behörden zusammen, um den Hergang zu klären.

Altai ist rund 190 Kilogramm schwer und kam im Februar 2025 aus dem norwegischen Dyreparken in den Park bei Doncaster. Der Tigerbereich ist eine knapp 0,8 Hektar grosse Anlage für Sibirische Tiger, von denen es in freier Wildbahn noch rund 500 gibt.












