Krieg

Bund sieht Ölversorgung der Schweiz derzeit gesichert

Keystone-SDA
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Bern,

Die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten ist nach Einschätzung des Bundes derzeit trotz der angespannten Lage im Nahen und Mittleren Osten gesichert. Der Markt verfüge international wie national über ausreichend Erdöl und Erdölprodukte, sagte ein Sprecher des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) der Nachrichtenagentur AWP am Montag auf Anfrage.

In der Raffinerie von Cressier (NE) wird in die Schweiz importiertes Rohöl verarbeitet. (Archiv)
In der Raffinerie von Cressier (NE) wird in die Schweiz importiertes Rohöl verarbeitet. (Archiv) - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Indirekte Auswirkungen über die Weltmärkte seien aber möglich. Wie sich der Konflikt weiter auf die Energieversorgung auswirke, sei jedoch kurz- und mittelfristig unklar und hänge unter anderem von einer möglichen Blockade der Strasse von Hormus ab.

Die Akteure der wirtschaftlichen Landesversorgung beobachten die Situation. Für den Fall von Versorgungsengpässen seien Massnahmen vorbereitet. So könnte der Bund Pflichtlager für Mineralölprodukte freigeben, erklärte der Sprecher weiter. Diese könnten den Bedarf der Schweiz für etwa drei bis viereinhalb Monate decken.

Zu den vorhandenen Vorräten zählen Autobenzin, Diesel- und Heizöl. Aber auch für Flugpetrol gibt es eine solche Reserve. Das BWL schloss dazu mit Firmen Pflichtlagerverträge ab.

Solche Reserven wurden zuletzt im Oktober 2022 teilweise freigegeben, unter anderem wegen logistischer Probleme bei Rheintransporten. Damals war der Transport auf dem Rhein angesichts historisch tiefer Pegelstände schwierig geworden. Die entsprechende Verordnung lief im Oktober 2023 aus.

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Kommentare

User #3861 (nicht angemeldet)

Wieso sind die Preise denn so hoch wenn es keinen Mangel gibt?

User #4069 (nicht angemeldet)

Es gäbe ja eine Lösung. Statt regelmässig über die hohen Sprit- und Ölpreise zu jammern und auf die bösen Ölkonzerne zu schimpfen, könnte man ja auch was tun. Zum Beispiel sich endlich so weit wie möglich aus der Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu befreien. Aber dazu müssten wir ja - man staunt - unsere Gewohnheiten ändern. Da machen wir doch lieber nichts und meckern nur.

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