Das Bruttoinlandsprodukt ist bis Dezember um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Die Experten rechneten mit einem Anstieg von nur einem Prozent.
Britische Wirtschaft
Die Britische Wirtschaft ist Ende 2020 noch stärker gewachsen, als gedacht. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gesamtjahr 2020 brach die britische Wirtschaft massiv um 9,8 Prozent ein.
  • Bis Ende Dezember ist das Bruttoinlandsprodukt aber um 1,3 Prozent gewachsen.
  • Damit wurden die Erwartungen von Experten um 0,3 Prozent übertroffen.

Die britische Wirtschaft ist Ende 2020 stärker gewachsen als gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember um 1,3 Prozent zum Vorquartal. Dies teilte das nationale Statistikamt ONS am Mittwoch mit.

Bisher hatten die Experten das Wachstum nur auf 1,0 Prozent veranschlagt. Damit lief die britische Konjunktur deutlich besser als in Deutschland, wo es einen Anstieg um 0,3 Prozent gab.

In der gesamten Euro-Zone schrumpfte die Wirtschaft im Schlussquartal sogar um 0,7 Prozent. Im Gesamtjahr 2020 brach die britische Wirtschaft massiv um 9,8 Prozent ein. Dies wegen der Corona-Krise, aber auch wegen der Folgen des EU-Austritts. Zum Vergleich: In Deutschland fiel das Minus nur halb so gross aus.

Für das laufende Jahr rechnet die britische Notenbank mit einem BIP-Wachstum von rund fünf Prozent. Der aufgestaute Konsumbedarf der Verbraucher dürfte die Belebung der Konjunktur anschieben.

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