Britische Aufsicht untersucht Alterskontrollen bei Pornhub
Die britische Medienaufsicht Ofcom nimmt die Alterskontrollen der Pornoseite Pornhub unter die Lupe. Sie hat am Mittwoch eine Untersuchung gegen deren Muttergesellschaft Aylo eingeleitet. Dabei soll geklärt werden, ob Minderjährige ausreichend vor dem Zugang zu pornografischen Inhalten geschützt werden.

Ofcom befürchtet, dass Aylo sein neues System zur Alterskontrolle vor der Einführung nicht ausreichend geprüft und getestet habe. Dieses sei möglicherweise nicht wirksam genug.
Grundlage der Untersuchung ist der britische Online Safety Act. Dieser verpflichtet Anbieter unter anderem zu wirksamen Alterskontrollen und zur Prüfung des Risikos, dass Kinder auf ihre Dienste zugreifen.
Pornhub hatte im Februar zunächst keine neuen Nutzer in Grossbritannien mehr zugelassen. Später öffnete die Plattform den Zugang wieder für Nutzer von iPhones und iPads und stützt sich dabei auf Apples Alterskontrolle. Nutzer können ihr Alter etwa mit einer Kreditkarte oder durch das Scannen eines Ausweises bestätigen. Ohne Bestätigung gelten dieselben Inhaltsfilter wie bei Kinderkonten.
Für Ofcom bleibt jedoch Pornhub selbst dafür verantwortlich, dass die eingesetzte Alterskontrolle ausreichend wirksam ist. Die Untersuchung richte sich ausdrücklich nicht gegen die Umsetzung der Alterskontrollen durch Apple.
Bei Verstössen drohen Aylo hohe Strafen. Ofcom kann eine Busse von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen. Aylo veröffentlicht als nicht börsenkotiertes Unternehmen keine aktuellen Umsatzzahlen. Medienberichten zufolge setzte der Konzern 2022 mehr als 450 Millionen US-Dollar um.










