Stadt Zürich

Brand in Crans-Montana belastet Schweizer Tourismus bisher kaum

Keystone-SDA
Keystone-SDA, Nicolas Eggen

Zürich,

Die Brandkatastrophe in Crans-Montana hat international grosse Aufmerksamkeit ausgelöst, wirkte sich bislang aber kaum auf den Schweizer Tourismus aus.

crans-montana
In Crans-Montana selbst hat es laut Wallis Promotion einzelne Annullationen gegeben. In mehreren Fällen wurden diese Buchungen aber nicht gestrichen, sondern verschoben. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Buchungen, Frequenzen und Umsätze blieben laut mehreren Tourismusorganisationen stabil.
  • Hotelleriesuisse sieht keinen Hinweis auf einen strukturellen Imageschaden.

«Das Ereignis hat international grosse Aufmerksamkeit erhalten», sagt ein Sprecher von Wallis Promotion auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Auffällige Veränderungen bei den Buchungsständen für das Wallis insgesamt seien jedoch ausgeblieben.

In Crans-Montana selbst habe es zwar einzelne Annullationen gegeben, vor allem bei Firmenanlässen: «in mehreren Fällen wurden Buchungen jedoch nicht gestrichen, sondern zeitlich verschoben».

Unterschiedliche Wahrnehmung der Brandkatastrophe im In- und Ausland

Unterschiedlich fällt die Wahrnehmung im Ausland aus. In europäischen Nachbarländern sei der Ort Crans-Montana meist konkret genannt worden. In Fernmärkten hingegen, sei häufig nur allgemein von einem «Swiss ski resort» gesprochen worden. Beobachter sehen darin ein potenzielles Risiko für das Landesimage – konkrete Auswirkungen auf Buchungsentscheide gebe es bisher jedoch nicht.

Auch andere Regionen melden keine Verschiebungen. Eine Nachfrageverlagerung zulasten des Wallis sei nicht festzustellen, erklärte ein Sprecher von Graubünden Tourismus. Zwar registrierten die Bündner Bergbahnen im Januar eine leichte Abschwächung, diese sei aber schneebedingt. Gastronomieumsätze lägen mehrheitlich auf Vorjahresniveau.

Seilbahnen Schweiz stellte ebenfalls keine brandbedingten Veränderungen bei den Frequenzen fest.

Hotelleriesuisse sieht keinen Hinweis auf einen strukturellen Imageschaden. «Wir sehen keinen Anlass, von flächendeckenden oder langfristigen Umsatzeinbussen für die Wintersaison 2025/26 auszugehen.» Der Verband verwies auf das internationale Image der Schweiz als sichere und professionelle Destination.

Gleichzeitig mahnen Branchenvertreter zur Wachsamkeit. Norbert Patt, CEO der Titlis-Bahnen, warnte Mitte Januar gegenüber AWP vor möglichen Folgewirkungen für das Gesamtimage. Er betonte die Bedeutung strikter Sicherheitsregeln. «Auch keine Teelichter, wirklich gar nichts», sagte er mit Blick auf offene Flammen in Bergstationen.

Denkst du die Brandkatastrophe wird langfristig negative Folgen für den Tourismus in der Schweiz haben?

Entscheidend sei nun Transparenz, erklärten sowohl Hotelleriesuisse als auch Wallis Promotion. Die Ereignisse müssten «faktenbasiert aufgearbeitet und kommuniziert» werden, um Vertrauen zu sichern. Für eine abschliessende Bewertung möglicher mittel- oder langfristiger Effekte sei es allerdings noch zu früh, hiess es weiter.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #4170 (nicht angemeldet)

Die Gemeindeverwaltung und die Aufsichtsbehörden sind für die grundsätzliche Sicherheit der Gastro verantwortlich, dass diese den gesetzlichen Vorgaben entspricht und entsprechend, wie vorgeschrieben fachkundig inspiziert wird. Da wurde offenbar gespart, geschlampt, geschlafen, (was auch immer im Detail, wird sich hoffentlich klären und nicht unter den Teppich gekehrt) - dafür ist die Gemeinde verantwortlich. Für einen schlafenden Busfahrer wäre ein Busunternehmen nur dann verantwortlich, wenn gesetzliche Ruhezeiten nicht eingehalten werden, für einen geplatzten Reifen, nur wenn der TÜV abgelaufen war oder falsch bereift wurde. Du differenzierst nicht, einen Unfall von der Missachtung der Vorschriften oder einer grundsätzlich auf Profit eingestellten Haltung, offenkundig sowohl bei den Barbetreibern, als auch bei der Gemeinde.

User #4170 (nicht angemeldet)

Finde den Umgang mit den Opfern unmenschlich und habe das Gefühl das Geschäft in der Schweiz immer vorgeht. Nur ein Beispiel was die Einstellung untermalt und mich nachhaltig verstimmt hat, wurde in Zermatt vor ein paar Jahren von einem Schweizer bei Skifahren umgenietet. Meine Versicherung hat die teure Pistenrettung und den Arztbesuch bezahlt, zum Glück keine ernsthaften/ bleibenden Verletzungen, 3 Tage Schmerzen. Als ich mit dem Attest und Unfallbericht zur Bergbahn ging, waren sie null kulant und haben mir den Skipass für die 3 Tage trotz Arztbericht nicht erstattet. Hinweis, ich hätte eine extra Versicherung abschließen müssen und das bei den extrem hohen Preisen. Als ich vor zwei Jahren in Südtirol eine fiese Grippe hatte und vom Arzt krankgeschrieben wurde und wegen Fieber nicht mehr Skifahren konnte, hat die Bergbahn mir den Skipass für 4 offene Tage aus Kulanz bei Attestvorlage sofort erstattet und der Skiverleih ebenso!!!

Weiterlesen

Crans-Montana
Kritik an Justiz
Crans-Montana
Crans-Montana
Kommunikation
43 Interaktionen
Kommunikation

MEHR AUS STADT ZüRICH

Klimawurst
385 Interaktionen
«Klimawurst»
FC Zürich Dennis Hediger
8 Interaktionen
Abstiegs-Gefahr?
Gemeinderat SVP Zürich Iten
2 Interaktionen
Politik
eis im zürcher gefängnis
5 Interaktionen
Knast knallhart!