Börsen unter Druck nach Dax-Rekord

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    Deutschland,

    Der Dax hat nach einem Rekordhoch leicht nachgegeben, während geopolitische Risiken, Ölpreise und Zinserwartungen die Börsen weiterhin deutlich belasten.

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    Die Börsen stehen nach dem Dax-Rekordhoch zwischen neuen Kurschancen und wachsenden Risiken durch Inflation und geopolitische Spannungen. - Getty Images

    Besonders zinssensible Aktien geraten unter Druck, obwohl der deutsche Leitindex im August weiterhin einen Monatsgewinn von rund drei Prozent verzeichnet. Nach dem Rekordhoch am Freitag fiel der Dax am Montag um rund 0,7 Prozent und blieb über seiner wichtigen 21-Tage-Linie.

    Die neue Eskalation zwischen den USA und Iran erhöhte den Ölpreis, sorgte an den Börsen jedoch nur für moderate Verluste. Brent verteuerte sich auf rund 90,77 Dollar (ca. 73 Franken) je Barrel, nachdem gegenseitige Angriffe neue Versorgungssorgen ausgelöst hatten.

    Laut «Manager Magazin» blieb die Reaktion der US-Börsen ebenfalls verhalten, während Technologiewerte insgesamt zuletzt unterschiedlich auf die aktuelle Situation reagierten. Der Ölpreis liegt damit deutlich unter früheren Höchstständen, nachdem Brent im Frühjahr zeitweise mehr als 120 Dollar gekostet hatte.

    Börsen zwischen Inflation und Zinssorgen

    Am deutschen Aktienmarkt treffen mehrere Belastungsfaktoren zusammen, darunter Inflation, mögliche Zinserhöhungen und die aktuell unsichere geopolitische Entwicklung. Die erwartete deutsche Teuerungsrate von 2,9 Prozent liegt deutlich über dem EZB-Ziel und könnte den Zinserhöhungskurs zusätzlich weiter stützen.

    Glaubst du, dass der Dax weiter steigen wird?

    «Börsen-Zeitung» zufolge dürfte zudem der September zeigen, ob der Dax seinen bisherigen Aufwärtstrend trotz saisonaler Belastungen weiterhin fortsetzen kann. Gleichzeitig stehen besonders Immobilien- und Technologiewerte unter Druck, während einzelne Unternehmen mit positiven Nachrichten gegen den Markttrend zulegen.

    Der Raumfahrtkonzern OHB gewann nach einem Grossauftrag 7,1 Prozent und führte damit die Gewinner im Nebenwerteindex SDax an. Auch Sto legte nach starken Halbjahreszahlen fünf Prozent zu und bestätigte zugleich seine Prognose für das Gesamtjahr 2026.

    Anleger werden vorsichtiger

    Parallel verändert sich die Stimmung der Anleger, die nach dem Rekordhoch wieder optimistischer, gleichzeitig aber spürbar vorsichtiger geworden sind. Die «Handelsblatt»-Umfrage zeigt einen Anstieg der Anlegerstimmung auf 2,6 Punkte, während die Kaufbereitschaft auf 1,1 Punkte leicht zurückging.

    Am Terminmarkt deutet das Euwax-Sentiment von minus 60 Punkten ebenfalls auf eine stärkere Absicherung gegen mögliche Kursverluste bei Aktien hin. Auch institutionelle Investoren positionieren sich vorsichtiger, während hohe Erwartungen an kommende Unternehmenszahlen zusätzliche Risiken für die weitere Kursentwicklung schaffen könnten.

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    Die Börsen zeigen vorsichtige Anleger, während Absicherungen gegen mögliche Kursverluste am Terminmarkt deutlich zunehmen. (Archivbild) - keystone

    Das «Handelsblatt» sieht deshalb trotz der vorsichtigen Positionierung eine mögliche Ausgangslage für weitere Rekorde, sofern neue Risiken ausbleiben. Entscheidend bleiben nun die Entwicklung im Iran, die Zinsmärkte und kommende Quartalszahlen, weil neue Belastungen den Aufwärtstrend schnell bremsen könnten.

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    Kommentare

    User #4344 (nicht angemeldet)

    Die Aktien gehen munter - rauf und runter. Aber ich habe keine Aktien, also betrifft es mich nicht. Das betrifft multivisionäre Multimillionäre.

    User #3816 (nicht angemeldet)

    Ist ja wie in der Ukraine. BIP auf rekordhoch aber alle sollen spenden

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