Italien schrumpft: Fast vier Millionen Einwohner weniger bis 2050

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Italien,

Italiens Bevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten deutlich schrumpfen. Bis 2050 dürfte das Land fast vier Millionen Einwohner verlieren, wie aus neuen Prognosen des Statistikamts Istat hervorgeht.

ARCHIV - Zwei Kinder und ein Mann mit einem Kinderwagen laufen im Gegenlicht der Sonne und werfen dabei lange Schatten auf den Boden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
ARCHIV - Zwei Kinder und ein Mann mit einem Kinderwagen laufen im Gegenlicht der Sonne und werfen dabei lange Schatten auf den Boden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild - Keystone/dpa/Julian Stratenschulte

Die Zahl der Einwohner sinkt demnach von 58,9 Millionen (Anfang 2025) auf 55 Millionen im Jahr 2050. Bis 2080 wird ein Rückgang auf 45,8 Millionen erwartet.

Grund für den Rückgang ist nach Istat-Angaben vor allem die negative natürliche Bevölkerungsentwicklung: Auf die vergleichsweise wenigen Geburten kommen immer mehr Sterbefälle. Zwar könne Zuwanderung den Rückgang teilweise abfedern; sie reiche aber nicht aus, um ihn auszugleichen, hiess es.

Jedes Jahr neue Niedrig-Rekorde

Die Zahl der Geburten geht in Italien seit mehreren Jahren kontinuierlich zurück. Vergangenes Jahr sind so wenig Kinder zur Welt gekommen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs – nur noch 355.000 Geburten verzeichnete Istat 2025. Der Statistik nach bekommt eine Frau in Italien damit 1,14 Kinder.

Die niedrige Geburtenrate in dem einst so kinderreichen Land gehört seit langem zu Italiens grossen Problemen. In Europa liegt die Rate nur in wenigen Ländern wie Spanien und Malta noch niedriger.

Meloni wollte Geburtenrate fördern

Istat geht dem jüngsten Bericht zufolge davon aus, dass die jährliche Zahl der Geburten voraussichtlich bis 2030 weitgehend stabil bleiben wird. Bis 2050 werde sie aber auf 335.000 zurückgehen. Für die Zahl der jährlichen Todesfälle prognostiziert das Statistikamt mit Sitz in Rom konstant steigende Tendenzen.

Der demografische Wandel wird Italiens Wirtschaft auf Dauer schwer belasten. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte in ihrer ersten Regierungserklärung, die Förderung der Geburtenrate zu einem politischen Ziel ihrer rechten Regierung zu machen, sie setzte eine «Geburtenministerin» ein. Der Abwärtstrend setzt sich aber auch nach fast vier Jahren im Amt unter ihrer Regierung fort.

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